Magische Batterie 2
in Merkwürdigkeiten am Rande by christian, 25. November 2008 - 8 Comments »
Nachdem der letzte Beitrag zum Thema Laptopbatterie solche Resonanz gefunden hat, habe ich mich auf die Suche nach etwas Hintergrundwissen zum Thema Lithium-Ionen-Akkus gemacht. Es kursieren ja allerlei Gerüchte zur Frage, wie man solche Akkus am Besten behandelt. Ich habe auch nicht der Weisheit letzter Schluss gefunden, aber die folgenden Punkte sind das, was sich bei der Lektüre verschiedener Artikel so bei mir herauskristallisiert hat. Ein weiterführender Artikel (auf Englisch) ist zum Beispiel „FAQ: Lithium Ion Batteries“ von ApexBattery.
- Lithium-Ionen-Akkus besitzen keinen Memoryeffekt. Man kann sie gefahrlos aufladen, auch wenn sie erst halb entladen sind. Im Gegenteil, eine vollständige Entladung sollte eher vermieden werden.
- Wenn sie tiefentladen werden, können große Kapazitätsverluste auftreten. Das geschieht z.B., wenn man den Laptop lange nicht am Stromnetz hat. (Wenn der Akku „leer“ ist und der Laptop in den Schlafmodus geht, ist de Akku noch nicht tiefentladen. Das kommt erst später; die Batteriesteuerung lässt immer noch etwas Ladung übrig).
- Der Akku wird besonders belastet, wenn man ihn vollständig geladen in einer warmen Umgebung betreibt. Das betrifft z.B. den Fall, wenn man den Laptop vollständig geladen am Stromnetz betreibt. (Wenn der Akku vollständig geladen ist, steigt die Temperatur im Inneren an)
- Durch kurze Ladezyklen kann die Kalibrierung des Akkus verstellt werden. Dagegen hilft ein Ladezyklus, bei dem der Akku vollständig entladen und geladen wird („Cycling“). Das sollte man regelmäßig, aber nicht zu oft machen (s. erster Punkt)
- Akku nicht immer vollständig entladen, sondern den Laptop lieber wieder ans Stromnetz anschließen, bevor der Akku ganz leer ist.
- Wenn man längere Zeit am Stromnetz arbeitet, empfiehlt es sich, den Akku herauszunehmen (ideal: kühl gelagert, bei 40% Ladung)
- Regelmäßig (alle 30 Ladezyklen) sollte der Akku vollständig entladen werden, um die Akkusteuerung zu kalibrieren
So, und jetzt brauche ich nur noch ein neues MacBook Pro, um das auch umsetzen zu können…
Update: Wie Karl richtig anmerkt, empfiehlt Apple, die aktuellen MacBook (Pro) nicht ohne Batterie zu betreiben. Da bin ich wohl einer Fehlinformation aufgesessen. Auf der Suche bin ich übrigens noch auf dieses interessante Phänomen gestoßen.


Mein PowerBook hat schon ein paar Tage auf dem Buckel, und da ist es verständlich, dass die Batterieleistung in der Zwischenzeit stark nachgelassen hat. Wenn man die Batterieleistung mit einem Werkzeug wie
Aber heute hat mir mein PowerBook ein schönes Geschenk gemacht: Die Batterie ist wieder so gut wie neu, oder genauer gesagt: Mehr als fünfzehnmal so gut wie neu! Ich trau’ nur dem Frieden nicht so ganz… ich melde mich dann in 396 Stunden wieder und sage euch, wie das Aufladen ausging
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