Reich mit iPhone Apps? Oder 4 Dollar für ein Halleluja…

in Apple, iPhone von heiko, 25. Mai 2009 - 5 Kommentare »

Irgendwie scheint das Internet und alles was damit im weiteren Sinn zusammenhängt immer wieder die Vorstellung bei Menschen zu wecken, man könne dort auf einen Schlag Milliarden scheffeln. Oder dass man nur eine komplett unsinnige Idee brauche, die man dann an den Meistbietenden verkauft oder alternativ an die Börse bringt. Letztes Beispiel: iPhone Apps.


Wie oft habe ich in letzter Zeit gelesen, man müsse sich nur in den entsprechenden Entwicklungsumgebungen und Skriptsprachen fit machen und schon nach einigen Wochen könne man die Dollars auf dem Konto gar nicht mehr zählen, die vom iPhone App Store her fließen. Steve Demeter etwa soll sich so mit seiner App Trism innerhalb eines Monats $250 000 auf sein Konto geschaufelt haben.
Aber sieht die App Store-Realität nicht doch anders aus?

Rick Strom, seines Zeichens iPhone App-Entwickler und mit mehreren Apps in den Charts vetreten, zieht mal auf seiner Webseite eine Bilanz in Sachen App-Store und Umsätze.
Seine App Zen Jar ist auf Platz 34 der Social Networking Charts, Spirit Board Pro Nummer 95 bei den Board Games. Um in die Top 40 der Social Networking Charts zu kommen, benötigt er ca. 30-35 Downloads pro Tag, was ihm nach Abzug aller Umlagen etwas mehr als $20 in die Kasse spült.

Weniger rosig sieht es sogar bei den Board Games aus. Hier genügen Strom sechs bis acht Downloads am Tag, um die Top 100 der Charts zu knacken. Macht dann noch mal $4 am Tag.
Also $24 pro Tag für den iPhone App-Hype? Da fragt man sich doch, ob sich der ganze Aufwand und der Wind, der um die kleinen Progrämmchen gemacht wird, wirklich noch nah an der Realität sind, oder ob hier doch mehr versprochen wird, als der Markt tatsächlich hergibt.
Heiko