Logic Pro 9 und Mainstage ab sofort im Apple App-Store – was ist mit Logic Pro X?
in Apple, DAW, Logic by heiko, 8. Dezember 2011 - 29 Comments »
Schon vor drei Monaten kochte die Gerüchteküche was den Release von Logic Pro X anging. Angeblich, so wurde Anfang September spekuliert, stünde das Update kurz bevor, was mit der Einstellung der Box-Version und dem Verkauf über Apples App-Store einhergehen sollte. Seitdem ist es aber bedenklich ruhig geworden. Zwar gib es immer noch kein Update auf Logic Pro X, aber Apple hat seine Reseller informiert, dass die Box-Version von Logic Studio bald nicht mehr verfügbar sein soll, und heute angefangen, Logic Pro 9 und Mainstage im App-Store zu verkaufen.
Dies legt für mich nun zwei Szenarien nahe: entweder steht der Release von Logic Pro X kurz bevor, oder er kommt gar nicht mehr, und Apple lässt Logic langsam auslaufen. Schon länger hatte man in Musiker- und Produzentenkreisen befürchtet, Apple könne Logic Pro zugunsten einer App-tauglichen Lösung aufgeben und die Benutzerbasis ähnlich vor den Kopf stoßen, wie mit dem Release von Final Cut Pro X.
Logic Pro 9 kostet über den App-Store heute “nur” noch 149 Euro, was ein Indiz für die zweite Variante sein könnte, denn die Logic-Studio-Box kostete zuletzt 399 Euro im Handel.
Trotzdem hoffe ich, dass Apple für uns Musiker und Produzenten eine starke Weihnachtsüberraschung bereit hält und Logic nicht sang- und klanglos hinten runter fällt.
Heiko


Ich gucke mit gerade Cubase an. Logic macht mir zu viel Ärger und diese Politik und Unsicherheit gehen gar nicht.
Fast 2,5 Jahre nach dem letzten Update, das lässt natürlich Luft für dunkle Spekulationen.
Eine These: Apple hatte Logic Pro X in der Tasche, das ging in die Richtung Final Cut Pro X, aber nach dem Trubel um die Videoschnittsoftware hat man zurückgerudert und belässt es erst mal bei Logic Pro 9.
Was aber natürlich für Argument ist.
Ich sehe das ganze sehr zwiespältig. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Apple seine Produkte mittlerweile verramscht und ich frage mich, wie man hier noch eine künftige Weiterentwicklung gewährleisten kann? Ich möchte nur mal dran erinnern (jaja ich weiß) das Logic Audio Platinum mal zu emagic Zeiten ca. 1400 DM gekostet hat.
Avid agiert am Markt genauso unübersichtlich und wenig nachvollziehbar. Da wird Version um Version geschoben, und den Usern dass Geld aus der Tasche geleiert.
Nur mal so als Beipsiel: ich habe eine MBox 3 gekauft, mit Pro Tools 8 LE, nur leider einige Tage zu früh. Die Software war noch nicht richtig auf der Platte, da schob man PT9 nach. Leider keine Kulanz, ich wurde für das Crossgrade zu Kasse gebeten. Jetzt wenige Monate hinterher soll ich schon wieder für ein Upgrade auf Pro Tools 10 zahlen? Das ist mir echt zu viel Kohle. Ich hab mein PT-Gerödel gerade auf ebay vertickert.
Im Prinzip gebe ich Tim recht, auch ich liebäugel in letzter Zeit immer mehr mit Cubase, auch wenn ich mit Steinberg in der Vergangenheit nie richtig warm wurde.
Aber die haben wenigstens eine halbwegs durchsichtige Roadmap.
Ich denke, mehr und mehr Musiker werden sich Cubase zuwenden. Da sehe ich nur das Problem, dass wir hier wieder einen großen Generalisten schaffen, ohne wirkliche Konkurrenz am Markt.
Ich bin echt am überlegen, wo bei mir die Reise hingeht.
Ist Studio One eine Alternative zu Logic, Cubase und Pro Tools?
Presonus ist in der Hinsicht recht jung am Markt, und man weiß nicht, ob die die Möglichkeiten nutzen können, oder ob Studio One nur eine Episode bleibt. Hier fehlt meiner Meinung nach noch der Durchsatz in den großen Studios, den Steinberg mittlerweile (Hans Zimmer sei’s gedankt) erreicht hat.
Oder sollte man sich doch eher der Freakbude Ableton zuwenden.
Deren Entwicklungen finde ich höchst interessant, wobei mich die Optik ganz klar abschreckt (sieht so’n bischen nach C64 aus), und ich mich Frage, ob Live nicht eher ein Klangerzeuger ist, und ob man damit auch “richtig” mischen kann.
Was die Preise angeht: Ich bin mir absolut sicher, dass Apple mit Final Cut Pro X für 240 Euro deutlich mehr Umsatz macht als mit Final Cut Pro 7, das noch ein Vielfaches davon gekostet hat. Es kaufen sich einfach viel mehr Leute – statt nur professioneller Anwender, welche ihr Geld mit Videos verdienen, haben jetzt auch engagierte YouTuber und Hobbyfilmer die Möglichkeit, die Software zu erwerben – und an den Chart-Plätzen sieht man, dass sich das Ganze durchaus auszahlt.
Was professionelle Software allgemein angeht: Mir ist deutlich lieber, alle zwei bis drei Jahre ein riesiges Update zu bekommen als alle paar Monate für ein paar neue Funktionen meinen Workflow zu ändern und dafür auch noch Geld zu bezahlen.
Hallo Hannes,
in Bezug auf professionelle Software hast Du mich mißverstanden. Mir geht es nicht darum, alle 2 Monate ein Update zu bekommen, oder meinen Workflow zu ändern. Gerade letzteres ist ja nicht unbedingt ein Zeichen von Professionalität. Worum es mir geht, ist Commitment und Zukunftssicherheit – und gerade hier hat Apple meiner Meinung ein Defizit. Commitment dahingehend zu sagen: “Ja, ihr könnt in unsere Lösungen investieren, wir bleiben am Markt, setzen neue Entwicklungen um und unterstützen Euch auch in absehbarer Zeit noch”. Oder aber die Ehrlichkeit zu haben, zu sagen: “Der Profisektor ist für uns nicht mehr rentabel genug, wir überlassen dieses Feld unseren Marktbegleitern.” Dann kann man sich überlegen, ob es nicht mehr Sinn macht, z.B. zu Steinberg zu wechseln. Das alles fehlt mir in Bezug auf Logic im Moment. Und dieses rumgeiere von wegen Logic Pro X kommt, kommt nicht, nein erst Logic 9 im App Store…dient auch nicht der Sache und verunsichert die User-Base.
Und ich glaube schon, man merkt Logic und auch Final Cut Pro X den Preisverfall an.
Vieles in Logic stammt noch aus der Zeit von emagic. Apple hat zwar hier und da mal ein Feature nachgelegt, unter der Haube hat sich doch aber nicht wirklich viel getan. Andere Firmen haben z.b. ihre Engines mal komplett neu programmiert, um zeitgemäße Ergebnisse zu präsentieren. Logic dagegen zog seine Attraktivität in der Vergangeheit eigentlich eher aus dem Bundle und der kompletten Produktionsumgebung.
Aber auch hier haben andere Firmen in der Vergangeheit nachgelegt.
Höchste Zeit also, dass Apple mal wieder was tut. Sons wandert wirklcih ein Großteil der langjährigen USer zu Steinberg und Co. ab.
Apple hat schon im Moment in Bezug auf Logic so etwas wie eine “Ramsch-Attitüde”.
Seit Logic 7 zeichnet das Programm aus, dass Weiterentwicklung nur noch am Rande stattfindet und dass immer mehr Features aus dem Profi-Bereich einfach wegfallen. Statt weiter an dem Programm zu entwickeln, packt erst immer mehr zusammen, um es dann wieder zu zerschlagen und einzeln zu verkaufen.
Jeder, der sich etwas mit der Materie auskennt, muss feststellen, dass Logic mit die betagteste DAW auf dem Markt ist, und seit Apple da Finger drin hat keine signifikante Weiterentwicklung mehr stattgefunden hat.
Die ganzen Effekte, die Instrumente, der exs-Sampler, die Audio Engine….alles noch wie zu emagic-Zeiten.
Man mag mich belächeln, aber ich finde selbst Reaper mittlerweile mehr auf Höhe der Zeit wie Logic.
Jungs, Ihr macht mich echt fertig! Ich benutze seit Atari-zeiten Cubase und seit Mitte der ’90er ProTools LE. Und ich habe von diesen beiden Produkten so derartig die Schnauze voll, dass ich ernsthaft nen Wechsel in Erwägung ziehe. Das hat vor allem mit der seltsamen Update-Politik zu tun – die Zahlen wechseln jährlich vor dem Punkt und man fragt sich warum? Ich hab mittlerweile ne Menge Kohle für diese “Updates” gelegt – und oftmals war dies – aus meiner Sicht – nicht berechtigt. Toll das jetzt PT 10 da ist – ich hab mir 9 verkniffen weil 8 schon ein Rückschritt war – und jetzt bin ich raus und müsste die Vollversion schon wieder kaufen. nö!
Nach nem ausgiebigen Test von Studio One 2 muss ich sagen, die sind noch nicht so weit, ein ernsthafter Mitbewerber zu sein und der CS ist definitiv nicht so gut wie vielfach behauptet – nach der Demophase wollte ich ein Feedback geben, hab aber seit 3 Wochen keine Antwort…
Nach dem Release von Logic Pro im Appstore dachte ich: “Ok, dann halt Logic” – aber was ich nun hier lese (und auch anderswo) lässt mich wieder zweifeln. Was geht denn überhaupt noch?
Na ja, wenn Du es richtig betrachtest, dann ist Logic Pro mittlerweile reif fürs Altersheim.
Die Audio-Engine ist veraltet, auch beim EXS hat sich seit gefühlten Äonen nichts mehr getan.
Wenn man genau hinschaut, dann hat Apple “für” Logis seit dem Kauf von emagic nichts nennenswertes mehr getan, sieht man mal von einigen Makulaturen am Rand ab.
Es wird vielmehr immer das gleiche in immer neuen Pakten zusammengeschnürt:
Erst das Studio-Paket, dass alles enthielt, was man vormals zukaufen musste.
Dann hat man den Preis signifikant gesenkt, um auch die Projektstudios anzusprechen (früher gab es ja Silber, Gold und Platin).
Als man nun die alle hatte, stellt man Logic Pro für 149 Euro in den App-Store, damit man auch dem letzten Hansel (biite jetzt nicht falsch verstehen, aber es ist so), dass Geld aus der Tasche ziehen kann.
Meine Prognose: hat man dort eine Flächendeckung erreicht, wird sich Apple ganz aus dem Geschäft zurückziehen, vielleicht noch mit einer Version, die dann Garage Band Pro ist und alles bedient.
Unter professionellen Gesichtspunkten hielte ich es falsch, in diesem Moment auf Logic Pro zu setzen.
Und ja: auch der Update-Politik von Avid kann man nur die Schuhsohle zeigen…..Ich kenne noch einige Leute denen es so ging wie Mirko oben, auch die werden von Avid regelrecht abgezockt.
Was bleibt? Vielleicht sollte Native Instruments mit einer eigenen DAW den Markt mal aufmischen, das Know How und die User-Basis hätten die bestimmt auch.
…hey Christoph,
vieles was bis an dieser Stelle der Textwand geschrieben wurde, kann ich nicht bestätigen und ich weiß nicht ob ein Produkt zwingend teuer sein muss, um gut zu sein.
Logic ist ein sehr gutes Produkt und mich würde mal interessieren, wieviele vond en Leuten die sich hier ärgern, tatsächlich alle Features nutzen.
Die Updatepolitik im Vergleich Apple Avid ist nicht mal im Ansatz ähnlich und was die Qualität von PT angeht, sofern du nicht PTb HDX benutzt und für konkrete Zwecke entsprechende Zusätze für z.B. Aufträge zur Verfügung gestellt bekommst, ist PT ein mittlerweile grottenschlechtes Produkt.
PT 10 ist der Dreistigkeit letzter Schluss und ich bin darauf herrein gefallen.
Ich nutze eine Dell Workstation mit 2 CPU´s und habe nichts als Ärger mit der Lauffähigkeit.
Eine wirklich Innovative Software ist LIVE, welches aber nicht für alle Zwecke geeignet ist, schade, denn die Ableton Leute sind sehr nett und sich auch nicht zu fein Educationverträge flexibel zu handhaben.
AVID ist für mich gestorben, Cubase 6.5(.5??? haha…bald kostet 6.5.5 auch Geld)
hat mich verärgert und Logic auf einem 2011 MBP hat eine bessere Performance als PT auf einer reinen Workstation mit DSP Hardware….ich bin auch ratlos.
Würde NI eine DAW auf den Markt schmeißen, wäre wohl jetzt ein guter Zeitpunkt.
Ach ja, hat wer Interesse an PT 8/9/10 ?
Gute Idee Dirk! Dann lass uns mal NI bestürmen.
Die Gerüchteküche brodelt, die Firma die unter Apples Regie Logic entwickelt, soll wohl gerade neue, kompetene Leute einstellen. Ist da wohl eine neue Engine unterwegs?!?
Ich bin seit Notator-Zeiten dabei. Zuletzt wurde mir Logic aber immer unheimlicher. Es fühlt sich ein bißchen an wie Microsoft-Word: Millionen Funktionen, aber unfaßbar träge. Bin dann zu Ableton Live gewechselt. Das hatte da, wo Logic mit 100% Auslastung abgeraucht ist, nur 20% Prozessorauslastung. Ich denke, Live ist ein Superprogramm von einer sehr guten Firma. Allerdings ist natürlich der Fokus und Workflow ganz anders. Es kann also Logic nicht wirklich ersetzen.
Von Cubase habe ich viel Gutes gehört. Vermutlich ist es von den aktuell verfügbaren DAWs die professionell tragbarste Wahl. Mein Favorit ist aber Studio One 2, das ich letztens ein wenig angetestet habe. Man bekommt schon den Eindruck, daß da Leute dahinterstehen, die sich tatsächlich Gedanken darüber machen, was man als Musiker oder Produzent wirklich brauchen kann. Da habe ich große Hoffnungen.
Die Diskussion über die Preise kann ich nur begrenzt verstehen. Wird eine Software dadurch besser, daß sie fünfmal so viel kostet? Und im übrigen sind doch, soweit ich das sehe, die Preise für alle DAWs sehr gesunken, so daß man heute für 300 bis 600 Euro die fettesten Pakete bekommt. Soll uns als Anwender doch nur recht sein …
Moin obiobson,
die Preisdiskussion finde ich insofern relevant, weil Softwareentwicklung und Weiterentwicklung Geld kostet.
Insofern macht Apples Schritt, Logic seit über 2,5 Jahren nicht mehr weiter zu entwickeln und statt dessen billig über den App-Store zu vertreiben, schon irgendwo Angst.
Also, dass sich bei Logic seit Emagic Zeiten nichts getan hat finde ich überhaupt nicht. OK Audio Engine usw, aber der Workflow ist nun auf Logic 9 sehr OK. Ich habe mir Pro Tools 10 gekauft und habe einen Tontechniker im Studio der bevorzugt PT 10 verwendet und da sehr schnell ist. Dennoch bin ich am Logic um einiges rasanter. Comping z.B.! Ich habe auch einen Mix auf 88.2 am PT und am LP mit genau den selben Waves und UAD Plugins gemacht und höre keinen Unterschied. Also kann die Audio Engine ja auch nicht die schlechteste sein. Vielleicht sinds aber meine Ohren.;-) Würde mir ein Logic X wünschen, das mindestens 1000 Euro kostet und alle Anderen in den Schatten stellt.
auf der anderen seite:
logic hat seit zwei jahren eine stabile 64 bit architektur, davon träumen avid und ableton noch.
ebenso ist logic im midi-bereich allen anderen programmen überlegen, vor allem in der bedienung.
wo es wirklich hakt ist nicht die audio-engine selbst, sondern bei features wie realtime-timestretching und beim stacken von instrumenten (racks, combinator).
ansonsten ist es merkwürdig: logic wird als “dated” betitelt, groß, unübersichtlich. wenn dann, wie von logic 7 zu 8 die oberfläche vereinfacht wird, ist großes geschrei: waaaah, garage-band, amateurkram! ja, was denn nun?
gerade im profibereich ist logic als kompositions-tool ungeschlagen. und mit komponieren meine ich nicht (nur) loops zu stapeln und filter zu drehen. wer mal versucht hat mit ableton einen simplen werbespot zu vertonen, weiß was ich meine.
ich habe keine angst vor logic x und eilig habe ich es auch nicht. und ich benutze logic täglich.
Das mit der seit Jahren stabilen Architektur ist natürlich ein “Halt die Klappe”-Argument.
Ich kenne auch noch den ein oder anderen, der 2012 noch mit einem G4 unter OS 9.2 und Logic 6 arbeitet und sich freut, dass alles super-stabil läuft.
Wenn man das so sieht, sollte man doch Logic Infinity rausbringen, dass dann nie wieder upgedatet wird und immer den status quo beibehält.
So schön ist die Welt der DAWs aber nicht.
Wenn man sich mal anschaut, was man teilweise schon von Freeware geboten bekommt, dann müssen sich die kommerziellen Anbieter irgendwo auch in die Pflicht nehmen lassen.
Und da seh ich einfach, dass z.B. Cubase, welches ja gerne von Logic-Usern in der Vergangenheit als Spiel- und Amateurkrams belächelt wurde und dass nur Leute auf dem PC nutzen, die sie eh die gecrackte Version von einem Torrent ziehen, mit Version 5 und 6 massiv nachgelegt, auf- und überholt hat.
Die Diskussion, wer und was professionell ist und was ein Profi nutzen muss/darf, halte über dies für mehr als müßig.
Ich bin nicht professionell, nur weil ich ein bestimmtes Tool nutze oder mit bestimmten Parametern arbeite, sondern weil ich meine Arbeit kommerziell vermarkten kann.
Insofern ist es auch für mich Augenwischerei zu sagen, “gerade im profibereich ist logic als kompositions-tool ungeschlagen”.
In welchem Profibereich?
Ein Sounddesigner, der auf der Suche nach neuen, ungewöhnlichen Klängen ist, und diese für z.B. Soundtracks als Alleinstellungsmerkmal benötigt, wird evtl. Live und Max for Live als das “professionellere” Tool ansehen und Logic oder Pro Tools als gnadenlos hinter der Zeit ansehen.
Genau so finde ich das Argument “Komponieren sei nicht Loops stapeln und Filter drehen” sehr kurz gedacht.
Ich selbst bin klassisch geschulter Musiker, kann Noten lesen und verstehe mich auf Harmonielehre, II-V-I, Tritonussubstitutionen und Funktionsharmonik. Trotzdem muss ich feststellen, dass heute Impulse eben aus ganz anderen Ecken kommen, eben aus der der “Loopschubser und Fitlterschrrauber”.
Gerade Final Cut X hat gezeigt, dass man Apple eben nicht nur bauchpinseln soll, denen muss auch mal der Wind hart ins Gesicht wehen, erst dann reagieren die.
Ein Sounddesigner komponiert ?? Soso….das für Soundscapes Generalbass notwendig ist, war mir neu. Insofern ist Logic für Komposition (im eigentlichen Sinne des Wortes) wirklich schick.
PS: Unter Komponieren verstehe ich Sätze auszunotieren(im Zusammenhang der Nutzung des Programmes wie es vorhin genannt wurde) wird ein z.B. geschrieben, sollte es dann eben auch Noten geben, dieses Komponieren war vorhin, und so verstehe ich dieses Wort auch noch immer, gemeint.
Ansonsten stimmt es natürlich, dass auch z.B. das erstellen eines Stückes mit Samples im übertragenen Sinne Komponieren ist.
PT zu teuer, Logic zu alt, Live zu langsam, Studio One zu jung – dann müssen wir wohl alle Gebete auf bitwig bündeln? Ich bin auf jeden Fall gespannt, was die Ableton-Meuterei bringen wird!
Auf Bitwig bin ich persönlich auch sehr gespannt, und darauf, wie Ableton mit dieser direkten Konkurrenz umgehen wird.
Wenn ich dass richtig interpretiere, dann sind Ableton hier einige Live-Entwickler abgängig geworden und haben ihr Know How gleich mitgenommen.
Leider ist die Bitwig-Webseite im Moment noch nicht sehr aussagekräftig.
Das ist echt interessant….einige ehemaligen Abletoner gründen eine neue Firma 600m Luftlinie von Ableton weg und kündigen ein Produkt an, welches ziemlich genau den Funktionsumfang von Live abbildet, etwas zeitgemäßer aussieht, und verspricht ein modulares System nativ implementiert zu haben…
was ich mich dabei frage:
- Lässt Ableton wirklich so ohne weiteres seine Entwickler ziehen und Know How mitnehmen?
Aus anderen Softwarebuden sind mir da Sperrklauseln und Restriktionen bekannt.
- Wie haben die das von Bitwig in so kurzer Zeit geschafft, ein Produkt zu programmieren, dass zumindest demnächst in den Beta-Test geht?
Oder steckt da am Ende mehr dahinter?
Mich hat das Thema auch irgendwie nicht mehr losgelassen, vor allem was dahinter steckt.
Hier
http://www.djtechtools.com/2012/01/12/bitwig-studio-announced-abletons-new-competition/
fand ich folgendes Statement:
“He got a chance to speak with Bitwig CEO Placidus Schelbert for a couple of minutes – thanks for talking with us, Placidus!
When asked about their relationship with Ableton, he said that they (Bitwig) admire Ableton a lot, and want rebuild some good parts of it and extend upon them. Live is a big chunk of software nowadays, and Bitwig wants to create a more focused experience and added features they consider important. They’ve been working on Bitwig Studio for two and a half years already, having invested their own money and being partially backed by a Berlin-based investment bank.
When asked asked if they’re concerned about legal issues arising with Ableton, Placidus assured us that the Bitwig Studio team wrote all the code themselves and that they don’t think they’ll be sued- but he was careful to note that he couldn’t tell for sure that it won’t happen.
Hedgehog also asked about the promised feature of working together via LAN or internet, and learned that while on LAN you all use the same audio-output, collaborating on internet every user will have his own audio settings. That means while your friend has one channel muted you can have totally different settings. Seems like a great way to not have to be emailing project files back and forth, though!
As of right now, there’s no firm release date, but Beta testing will begin in a few weeks. Try as he might, Hedgehog wasn’t able to get any information regarding the price (not even hints!).”
Wir bleiben gespannt wie der Flitzebogen…
Lukas der Lokomotivführer:
“Ein Sounddesigner, der auf der Suche nach neuen, ungewöhnlichen Klängen ist, und diese für z.B. Soundtracks als Alleinstellungsmerkmal benötigt, wird evtl. Live und Max for Live als das “professionellere” Tool ansehen und Logic oder Pro Tools als gnadenlos hinter der Zeit ansehen.”
Für einen Sounddesigner ist Logic wirklich nicht das richtige Tool. Es ist aber nicht gnadenlos hinter der Zeit, für Sounddesign war Logic auf früher nicht gut.
Mit Profibereich für Komponisten meine ich: heute ein Werbespot, morgen ein Playback für Sänger, dann vielleicht eine Filmmusik mit Orchester, erst mit Gigabyte großen Sample-Libraries, dann Noten für die echten Musiker… und zwischendurch Hiphop und House, Schlager und Karneval… je nach Kundschaft, und mit Plugins und externem Equipment. Das muss ein DAW im profssionellen Umfeld leisten können. Da ist die Luft schon recht dünn… Cubase, Logic, Protools, Samplitude, Digital Performer… hm, was noch? StudioOne und Reaper sind soweit ich weiß mit Sync und Film noch nicht so weit, Ableton hat keine frei setzbaren Tempowechsel und krumme Takte um zu Film in Sync zu bleiben, Reason kann nichts mit externen Plugins anfangen, Notenfunktionen hat keiner… jaja, alles unheimlich altmodisch, aber die meisten Aufträge fragen danach.
Ich selber benutze übrigens Logic und Ableton. Ableton ist super für alles, was es kann. Für alles andere habe ich Logic.
So, zu allem Überfluss auch mal mein Sermon zu der Thematik. Ich habe hier kluges Zeugs von Checkern gelesen, deren Frust ob der Apple-Politik allerdings nicht zu überlesen war.
Auch ich bin seit anno pief unterwegs mit Emagic und Upgrade-Tralala bis zur aktuellen Pro 9 Version. Bis dato arbeite ich mit Logic, obwohl mir seitens SYNTHOGY immer wieder nahe gelegt wurde, langsam mal zu switchen. Ich arbeite von old Germany aus für die Bostoner Company in ziemlichem Umfang. Rach3, Chopin-Demos etc.
Der Workflow mit Logic in realtime passt schon, allerdings bemerke auch ich die schleichende Stagnation in der Weiterentwicklung der engine. Es ist klar, Apple lässt es auslaufen und kassiert die Letzten ab. Die Waldorfer drehen sich wahrscheinlich nicht im Sarg, sondern im Hirn rum angesichts der dämlichsten Verkaufe einer ehemals ambitionierten Software-Schmiede. Aber was soll´s…Adam Opel verhökerte seinerzeit auch leichtfertig seine Marke nach Amiland. Heute verbietet GM den Verkauf von Opel´s nach fernost zugunsten ihrer eigenen Schrottkarren. Und nun haben wir den Salat, den vergohrten.
Jobs ist tot. Die Frage ist, ob die paranoiden Nachfolger nicht deswegen hypig agieren, da sie ob des Ablebens der Ikone Umsatzeinbußen befürchten und deswegen marktkonform reagieren und alles “Spezielle” abwürgen. Aus meiner Sicht vernichten sie gerade die Idee von Jobs. Der hatte zwar auch nichts gegen Breitenwirkung und Cash, aber on top zu sein war ihm schon wichtig, auch bei G.Lucas und Co.
Think big? Ist nicht mehr.
Volker Rogall
Auch ich bin seit “Notator” dabei …. habe alle Updates, Upgrades usw. mitgemacht ….. natürlich auch den Wechsel (und damit der Untergang …) von emagic zu Apple.
Wer die Apple Produktpolitik verfolgt, weiß genau wo die “Logic-Reise” hingeht!!
Hi, möchte mir eine sw reinziehen, mit der ich musikstücke im ambient, dance, chillout bereich machen kann.
Bis vor wenigen minuten war ich auf der logic-strasse! Aber was ich hier bishergelesen habe, hat mich völlig durcheinandergebracht.
Beabsichtige nicht, irgendwelche instrumente auzunehmen, höchstens vocals.
Welche sw seht ihr für meine zwecke als geeignet?
Danke
Hmmmm, wenn Du noch keine Erfahrung mit virtueller Studiotechnik, Softwareinstrumenten etc hast, wieso nicht erst mal mit Garage Band anfangen? Gibt’s zum Mac mit dazu, kostet erst mal nix und ist für die ersten Schritte durchaus geeignet.
Ob dann die Audio Engine mit Fließkommaberechnung und interner 64-Bit-Auflösung rendern muss, darüber kann man dann noch lange genug nachdenken.
logic ist prima dafür, keine bange!
aber du hast die wahl… im prinzip geht jeder sequencer dafür. logic, cubase, ableton live, reaper, studio one…
zumindest bei fcp x tut sich was