Test: Native Instruments Evolve

in DAW, Musikproduktion, Native Instruments, Test, Uncategorized by heiko, 30. April 2012 - 2 Comments »

Jeder kennt bestimmt die Soundtracks zu den Hollywoodklassikern Terminator, Event Horizon oder Alien, die von düsteren Soundscapes und metallischen Rhythmen dominiert werden. Mit Evolve bringt Native Instruments nun ein neues Komplete Instrument aus der Heavyocity Reihe , das den Jüngern apokalyptisch-düsterer Filmsoundtracks neues Sample-Futter liefert.
Das Komplete Insdtrument läuft im NI-eigenen Kontakt Player oder Kontakt 5 Sampler, von denen ersterer dem Producer und Komponisten kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Den Kontakt Player und Kontakt gibt es für Mac OS X (nur Intel Macs) und Windows-Rechner, und läuft auf dem Mac als VST, AU und RTAS oder ganz Standalone.

Heavyocity Evolve gliedert sich in fünf Hauptgruppen von Instrumenten und Sounds:
Rhythmic Suites
Percussive Kits
Stings & Transitions
Tonality & FX Presets
Expanded Content

Installation
DSL und Co. sei’s gedankt: Auch dieses Komplete Instrument lade ich mir wieder direkt bei Native Instruments runter. Heute sind es doch etwas mehr Daten, ungefähr 3,1 komprimierte GB zieht man sich von NIs Servern aus denen dann nach der De-Kompression sechs werden. Ein ganz schöner Brocken verglichen mit den “ nur“ 1,4 GB von Evolve Mutations 2 zum Beispiel. Zum Glück kann man den Speicherort der Library wieder frei wählen, so dass man hier nicht auf Engpässe stößt. Dauert natürlich wieder etwas, bis die Installation durchgelaufen ist, dafür aber alles in normalen Parametern.

Autorisation
Auch dieses Komplete Instrument wird wieder über das NI Service Center autorisiert. Man startet dafür einfach den Kontakt 5 (Player) und klickt dann den Activate Button im entsprechenden Instrument. Automatisch öffnet sich (Internetzugang vorausgesetzt) das NI Service Center und nach Eingabe der Seriennummer ist man schon fürs große Kino bereit.

Interface
Die Programmoberfläche sieht technisch und böse aus wenn, auch nicht ganz sie bedrohlich gestaltet wie z.B. bei Evolve Mutations 2. Das hat schon was von einem mächtigen Brocken. Scheinbar hat man sich von einem düsteren Raumschiff inspirieren lassen? Egal, das Interface sieht kühl und aufgeräumt aus und fasst die wenigen Bedienelemente übersichtlich zusammen. In der linken oberen Hälfte findet man die Sektion für die Mastereffekte, hier hat man Distortion-Effekt, Bitcrusher, Cabinet Simulator, Delay und Reverb im Angebot. Die Effektsektion lässt sich via virtuellem On/Off-Switch an- und abschalten und liefert für jeden Effekt die typischen Parameter.

Auf der rechten Seite gibt es die Filtersektion, bestehend aus einem Highpass- und einem Lowpassfilter, welche über Cutoff und Resonance regelbar sind und sich ebenfalls zuschalten lassen.

Fast schon klassisch erhält man Zugriff auf die Hülkurve über Attack, Decay, Sustain und Release. Wie z.B. auch schon bei Evolve Mutations 2 ist die Trigger FX Page mit dabei, die man über den kleine Reiter am unteren Rand des Fensters erreicht und stellt für die Soundkategorien Effekte bereit, die sich über die MIDI-Noten C6-B6 praktisch on the fly triggern lassen. Hier findet man solche Nettigkeiten wie Dirt, Saturate, Filter oder Glitcher, wobei die temporelevanten Effekte sich zum Hosttempo syncen.

Die SEQ-und ARP-Instrumente funktionieren ähnlich wie bei einem klassischen Step-Sequenzer, bei dem sich ein Pattern aus 16 Werten defineiren lässt, wobei sich das Tempo entweder mit dem Host oder den Master Controltempo synchronisiert.

Der Sequenzer steuert drei unterschiedliche Parameter: Velocity, Filter und Pan. Auf der linken Seite des Sequence Edit-Fenster ist ein Drop-Down-Menü, in dem sich auswählen lässt, welche der drei Parameter im Edit-Fenster angezeigt werden soll. Die Filterregler unter dem Menü-Icon steuern den Frequenzbereich des Filter-Sequencers.
Sustain-Parameter lassen sich auch per Maus oder numerischer Eingabe anpassen, hier reicht es, per Mouse-Drag den Wert anzupassen oder diesen nach einem Doppelklick in die Sequenz per Tastatur einzugeben.

Soundbeispiele:
Hören wir hier ein Beispiel aus der Abteilung Rhythmic Suites/Looped Percussions.

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Mit Filtereffekten ist diese Soundgarnitur angereichert.

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Industriallastig klingt hier Evolve – Nine Inch Nails lassen grüßen.

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Industrial meets Grunge :-)

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Aber auch eher gängiges Schlagwerk hält diese Library bereit, was sich aber auch für Depeche Modiges benutzen lässt.

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Bewegen wir uns zu den Looped Tonals und hören in das Tonal Loop Menu rein.

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Alias Solitude bringt spaciges Gewabber und Gezirpe, kann ich mir sehr gut im nächsten Sci-Fi-Soundtrack vorstellen.

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Wenig meditativ wird es mit dem Bassic Budda, bei dem Namen häte ich mir etwas weniger nervöses und eher was meditatives vorgestellt.

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Die Basic Synth Pedals klingen sehr atmosphärisch.

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Hier etwas aus der Abteilung Seq and Arp Percussives.

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Aus den Percussive Kits finde ich vor allem die Library Tools and Warehouse interessant.
Hier die Air Release Thuds.

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Bin and Shovel – wenn die Schaufel auf die Müllonne trifft.

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Swing that Hammer – Nails and Rails

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Auf in die Melodic-Unterlibrary und zu den Synths und dem Analog VariPad.

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Digalog Dirt

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Und das Dirty Rhoads darf auch nicht fehlen.

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Auch Gitarren kann Evolve, wenn auch (vielleicht zum Glück) nicht im herkömmlichen Sinne, sondern effektbeladen und durch die Plugin-Mangel gedreht.

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Denn auch der Eclectic Twanger hat recht wenig mit einer Telecaster gemein.

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Und auch wenn man den Zerrer einschaltet kommt unerwartetes aus den Lautsprechern.

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Glasteroids

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Die singende Schüssel :-)

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Auch Streicher findet man hier.

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Und wieder düstere Percussion Effekte.

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Und was aus der Spielwarenabteilung, die Toy Harp.

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Die folgendes Soundbeispiele zeigen, was Evolve alles aus einem Piano machen kann.

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Fazit:
Evolve ist ein starkes Paket sowohl für alle Hobby-Hans-Zimmers, wird darüber hinaus aber auch professionellen Ansprüchen gerecht, was Soundauswahl und -qualittät angeht. Die Rhythmik Suiten bringen die Lautsprecher zum Scheppern, die Loops haben Druck und Durchsetzungskraft. Bei den Percussive Kits finden sich neben den Brot- und Buttersounds auch ungewöhnliches wie die Nägel auf Eisen oder Sounds aus der Baumarktabteilung.
Mit den verdrehten Synth-Sounds fügen sich die Keyboard-Sounds ebenfalls gut in das Evolve-Konzept ein, ebenso wie die nicht standardmäßigen Piano- und Gitarrenklänge.
Alle Samples strahlen Atmosphäre aus und passen überaus gut für cineastische Sounddesign.
Mit 199 Euro ist Evolve nicht ganz günstig, hier lohnt sich aber jedes MB!

Heiko Wallauer

Systemvorraussetzungen:
Kontakt 5 oder kostenloser Kontakt Player

Windows
Windows 7 (aktuelles Service Pack, 32/64 Bit), Intel Core Duo oder AMD Athlon 64 X2, 2 GB RAM

Mac
Mac OS X 10.6 (letztes Update) oder 10.7, Intel Core Duo, 2 GB RAM

Schnittstellen:
Stand-alone
VST
Audio Units
RTAS (Pro Tools 9 oder höher)
ASIO
CoreAudio
WASAPI