Am 9. Mai 2009 zog ein Mac mini bei uns ein. Er sollte den Windows XP-PC meiner Frau ersetzen. Der besagte Computer war zu seiner Zeit ein echter Bolide, denn er verfügte über einen 2×2,4 GHz. E6600 Prozessor und eine sehr schnelle Platte. Kein Wunder, das Ding war mal mein Musikrechner … Die ständigen Sicherheitsprobleme und meine zunehmende Unlust, mich um die Wartung der DOSe zu kümmern sorgten dafür, dass meine Frau (mal schob er sie, mal zog sie ihn) endlich auf einen Mac umsteigen „wollte“. Das lief allerdings gar nicht gut …

Meine Frau war völlig (und ich meine völlig) abgenervt. Nichts war so, wie sie es gewohnt war. Zur Info: Es ist für meine Frau absolut uninteressant, was für ein Name auf dem Gerät steht und wie sich das Betriebssystem nennt. Wie das alles aussieht, ist auch eher nebensächlich. Sie benutzt den Computer lediglich als Surf- und Email-Maschine und sie wickelt darüber die eine oder andere eBay-Auktionen ab. Das alles ging nun nicht mehr wie gewohnt …

In den vergangenen Monaten hörte ich immer mal wieder ein leicht gereiztes „Jörn!“ aus ihrem Zimmer, was immer eine Frage bedeutete. Ich habe die alle beantwortet und noch versucht, die eine oder andere Erklärung anzubringen – das war aber nicht gewünscht. :-)

Im August wurde ich dann allerdings überrascht: Ich ging am Zimmer meiner Frau vorbei und sah, dass sie mittels Befehl+Tab munter zwischen den Programmen wechselte! Ich meinte nur „Hui, was machst du denn da“?! und sie gestand mir, dass sie sich (endlich!) an den Mac gewöhnt hatte und sich darauf sogar wohl fühlen würde.

Das musste ich jetzt einfach mal erzählen, damit du weißt, dass der eher – ähm – „verhaltene“ Start am 9. Mai doch noch ein Happy End hatte.

Jörn

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