Als Andreas und ich vor über einem Jahr an der Oevelgönne eine neue Serie für das Hamburger Fotoblog machten, nutzte er die Gelegenheit für einen Scherz, der mir bis heute immer wieder in den Sinn kommt, wenn ich mal etwas Weitwinkliges auf meine Kameras schraube. Wir standen an einem Weg, der sich vor uns im 45°-Winkel verzweigte. Andreas setzte sein 12-24 auf. Ich stand hinter ihm! Kurz bevor er auslöste meinte er zu mir, „Gehst du mal eben aus dem Bild“?
Genau dies kam mir wieder in den Sinn, als ich heute das Olympus 7-14mm aufsetzte. Das Glas ist an der Frontlinse extrem gewölbt und man fragt sich unwillkürlich, wie da ein gerades Bild herauskommen soll …
7-14mm sind an einer Olympus-Kamera nicht ganz so extrem, wie es sich im ersten Moment anhört. Hier schlägt die Brennweitenverlängerung (oder der Cropfaktor) mit 2 zu Buche – soll heißen: Aufs Kleinbildformat umgerechnet ergibt sich an der E-3 und der E-P1 eine Brennweite von 14-28mm. Vergleicht man das mit dem gängigen APS-C-Format (außer Canon, deren APS-C noch einen Tick kleiner ist) und geht von einem 10mm Glas aus (z. B. das Sigma 10-20), erhält man dort aufs Kleinbildformat umgerechnet auch keine 10mm Weitwinkel, sondern nur maximal 15mm (Canon 16mm) – so gesehen übertrifft man mit dem 7-14mm alle APS-C Modelle. Doch wie gut ist das „breite“ Olympus Dickschiff?
Zuerst fällt das hohe Gewicht auf. Nehme ich mein 50-200 SWD und das 7-14mm in die Hand, scheinen mir beide in etwa gleich schwer (und beinahe gleich groß).
Das Zuiko Digital ED 7-14mm zählt für Olympus in die Top Profi-Klasse. Ein neugieriger Check bei guenstiger.de ergab, dass das Eintrittsgeld für die besagte Klasse bei 1.030 Euro liegt.
Der minimale Abstand zum Motiv beträgt hier 10 cm. Damit sollten sich interessante Perspektiven realisieren lassen. Das hat mir nebenbei schon beim Sigma 10-20mm viel spaß gebracht.
Um mal zu sehen, was man mit dem 7-14mm anstellen kann, habe ich ein paar Aufnahmen gemacht. Wie bei allen Ultraweitwinkel-Gläsern muss man genau wissen, was man tut. Hält man so ein Glas nur leicht nach oben oder unten, ergeben sich sofort sichtbare perspektivische Verzerrungen. Gerade gehalten erhält man ein Foto, das wirklich viel davon zeigt, was vor einem liegt.
Das Zuiko Digital ED 7-14mm wird mich auf einer fotografischen Reise durch die USA begleiten. Mal gucken, wie viel vom Death Valley auf ein Bild passt …










2 Kommentare »
“Gehst du mal eben aus dem Bild”.
*wieher*…. Ich mag nerdigen Humor
Da musste ich auch echt lachen. Wohlgemerkt: ich stand hinter ihm!
Das Weitwinkel möchte ich sehen, das so eine Leistung bringt …
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