Apple ist die Premiummarke unter den Computerherstellern. Niemand sonst liefert seine Ware nicht an Kunden, sondern an eine Fangemeinde aus, niemand sonst fertigt Hardware, die ganz eindeutig schön ist – und nicht nur zweckmäßig und besonders günstig. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Es gibt in der Apple-Welt ein paar Begrifflichkeiten, bei denen mir – aus zum Teil unterschiedlichen Gründen – die Nackenhaare hochgehen!

Jeder Apfelwahn-Leser kennt mit Sicherheit mein „Lieblingswort“ in Zusammenhang mit Apple (wer das wohl errät?!) – kleiner Tipp: Hat was mit dem iPhone zu tun und fängt mit P an. ;-)

Machen wir mit Platz 2 weiter …

FairPlay (Apple Kopierschutz)

Als Musiker und Fotograf teile ich die Notwendigkeit eines Kopierschutzes. Ich habe nur ein Problem damit, dass ich im Apple-Store inzwischen eine Menge Geld gelassen habe, mir aber fürs Auto keine MP3-CD brennen kann – nur Audio-CD geht und damit ist ständiges CD-Wechseln angesagt. Das nervt und mir will einfach nicht in den Kopf, warum ich eine Audio-CD von meiner gekauften Musik brennen darf, aber keine MP3-CD.

Magisch

Apple-Produkte sind zumeist wirklich gut, aber wenn das Marketing zu viel Harry Potter guckt und den eigenen Produkten das Adjektiv „magisch“ anheftet, finde ich das gar nicht mehr zauberhaft. Zumindest meine Erfahrungen mit Apples neuer Maus sind überhaupt nicht magisch, sondern durchaus profan: Mein Apple-Nager ist – ähm – noch nicht mal „ungenügend“. Und wie magisch das iPad wirklich ist, muss es erst noch beweisen …

AppleCare Protection Plan

So schön es ist, Garantie zu haben – man sollte sie nicht auch noch verlängern müssen. 1 Jahr finde ich bei den Preisen, die Apple zumeist aufruft einfach zu wenig. Wenn die Garantieverlängerungen nicht auch noch so viel Geld kosten würden, hätte ich ja nix gesagt, aber ehrlich, ich finde das zu teuer.

Superlative

Wenn das Apple-Marketing Produkte beschreibt, lese ich regelmäßig Begriffe wie magisch, Präzision, bahnbrechend, aller Zeiten, Höchstleistung, Hochpräzisionstechnologie, Gold-Standard, Meisterwerk, raffiniert, wahrhaft revolutionär, makellos, völlig neuartige Leistungsmerkmale – und so weiter.

Die exzessive Verwendung solcher Superlative ermüdet zumindest mich auf die Dauer, denn durchgängig als fantastisch beschriebene Produkte verlieren irgendwann an Glaubwürdigkeit. Wenn diese Sachen alle so toll sind, warum gibt Apple dann nur ein Jahr Garantie? Es soll ja sogar Autohersteller geben, die die Apple-Garantielaufzeit locker toppen.

Ansonsten finde ich, dass das Apple-Marketingsprech im krassen Gegensatz zur schlichten Eleganz der Apple-Produkte steht. Das passt irgendwie so gar nicht zusammen. Ich fände hier ein ruhiges Understatement viel sinniger, als den aktuellen prahlerischen Ton. Und nötig hätte Apple das doch auch nicht, oder?

Es wird wahrscheinlich nicht lange dauern, bis Apple uns das nächste bahnbrechende und nie zuvor da gewesene Meisterwerk vorstellt, das so raffiniert wie nie zuvor daherkommt und mit völlig neuartigen Leistungsmerkmalen glänzt.

Gähn …

Jörn

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