Bootcamp, oder: dumm gelaufen!

in Erlebt, Jürgen by jrgen, 17. Juli 2007 - 3 Comments »

Wenn Dummheit weh täte, müsste ich so schreien, dass mich jeder hören könnte und dann bräuchte ich diese Zeilen gar nicht zu schreiben …

Seit sechs Wochen besitze ich einen Mac Pro (Erfahrungsbericht soll folgen) und habe ihn so nach und nach mit zweiter Festplatte und viel, viel Software aufgerüstet. Wer wie ich Musik mit dem Mac macht, kennt die zeitraubenden Zeremonien, Plug-ins mit dem Challenge/Response System zu authorisieren.

Jetzt wieder zum eigentlichen Thema: Auf einer meiner beiden HDs wollte ich nun eine Windows-Partition einrichten. Ich hatte bisher nichts von Problemen gehört, also dachte ich, ich kriege das schnell hin. Aber nee, an einem bestimmten Punkt kam immer eine Fehlermeldung “Es wurde kein Systemvolume gefunden, das den Installationskriterien entspricht.” Also Festplatte überprüft, Rechte repariert usw. und immer wieder neu versucht, mehrere Stunden lang.

Dann ein ganz neuer Versuch. Da gibt es einen PC in der Familie (ja, in meiner Familie!) Marke Packard Bell mit Windows Vista. Die “Restore”-DVD enthält ja das Betriebssystem – hmm, geht bestimmt nicht – aber man kann ja mal probieren. Also die DVD gestartet, Warnmeldung “Alle Daten werden gelöscht…” Ja, klar, aber als nächstes kommt ja dann die Auswahl des Volumes oder der Partition, ist ja auch alles Microsoft, nur anders verkleidet. Trotzdem habe ich gezögert. Ziemlich lange – muss ja noch eine Auswahl kommen, ist auf der Microsoft DVD ja auch so – und dann habe ich “weiter” geklickt. Und damit die Katastrophe ausgelöst. Der Installer “schnappte” sich einfach das Mac-Startvolume und machte alles platt. Alle Daten weg, ich hätte es wissen müssen.

Ach ja, Vista war ja da. Für drei Tage nutzbar bis zur Registrierung bei Microsoft. Ja, toll, aber nicht wirklich schön.

Inzwischen habe ich von einer anderen DVD Windows XP installiert. Scheint zu funktionieren, aber ich hatte noch nicht viel Zeit dafür. Denn jetzt heißt es: Mac wieder einrichten. Ja, und damit habe ich jetzt erst einmal wieder gut zu tun.

Irgend eine Warnung möchte ich nicht aussprechen, denn kein Leser dieser Zeilen käme ja je auf so eine Idee, oder?

Jürgen Drogies