Das iLife ´09 Praxisbuch

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Das iLife ´09 Praxisbuch

Ulf hat uns auf das Buch „Das iLife ´09 Praxisbuch“ in seinem Artikel schon kurz hingewiesen. Kurz darauf bekam ich von ihm ein Rezesionsexemplar und möchte es hier vorstellen. Ich habe dabei bewusst auf Screenshots verzichtet, da man bereits im Auszug einen guten Eindruck bekommt.

Nur zur Erinnerung: iLife ´09 ist das Multimediapaket von Apple, welches zu jedem Mac mitgeliefert wird. Es besteht aus der Bildverwaltung und -bearbeitung iPhoto, dem Videoschnittprogramm iMovie, dem Programm iDVD zur DVD-Erstellung, iWeb zur Homepageerstellung und zu guter Letzt GarageBand zur Erstellung von eigenen Songs. In der aktuellen Version ´09 hat dieses Paket einen Reifestand erreicht, der es von einer ehemaligen Zugabe zu ernsthafter Konkurrenz zu anderen kommerziellen Programmen dieses Themas hat werden lassen.

Doch vielen Usern geht es wie mir, wenn sie sich näher mit iLife beschäftigen wollen: Apple hat kein Handbuch mitgeliefert. Also klickt man sich durch Hilfeseiten, ohne wirklich zu wissen, wonach man suchen soll. Erst nach langem Probieren und ganz allmählich erschließt sich dem User das Potential von iLife.

Dem Autorenquintett Ulf Cronenberg, Jeremias Radke, Raffael Vieser, Mario Weber und Peter Wölfel ist mit ihrem Werk gelungen, was eigentlich Apple hätte leisten müssen: Sie legen eine komplette Einführung, ja eigentlich eine Anleitung vor, die es sowohl dem fortgeschrittenen Anfänger als auch dem kenntnisreicheren Mac-User ermöglicht, sich ohne Barrieren in iLife zurechtzufinden, ohne dabei den einen oder den anderen abzuschrecken. Jeder der Autoren hat dazu sein Spezialgebiet behandelt, wobei es ihnen gelungen ist, einen fast einheitlichen und ansprechenden Schreibstil zu wahren, der nicht zu trocken, aber auch nicht zu „flabsig“ durch das jeweilige Thema führt.
Die Aufmachung des Buches ist optisch sehr ansprechend, viele Screenshots lockern den Text auf und machen alle Aktionen nachvollziehbar. Die Texte sind in sinnvolle Absätze unterteilt und es macht einfach Spaß, dieses Buch in die Hand zu nehmen und zu lesen. Das einzige Vorwissen, was man haben sollte, sind grundlegende Kenntnisse über die Bedienung der OS X – Oberfläche.


Fünf Autoren, fünf Programme, sechs Kapitel

In Kurzform (auszugsweise):

iPhoto: Bildverwaltung, Gesichtserkennung, GPS-Ortsinformationen in Bildern auswerten, Bildbearbeitung, Bilder veröffentlichen

iMovie: Neue Funktionen, richtige Einstellungen wählen, Filmprojekt anlegen und verwalten, Videos importieren, Film zusammenstellen, schneiden und bearbeiten, Nachbertonen, Bild- und Titeleffekte, Bild-in-Bild, Greenscreen, Verwackelte Aufnahmen korrigieren, Exportieren
iDVD: Eigene DVD zusammenstellen, eigenen Menüs erstellen, Diashows, DVD brennen

GarageBand: Erste Schritte zum eigenen Song (Loops, Instrumente einspielen), Podcasterstellung, Filmvertonung, Klavier- und Gitarre lernen mit Videokursen, Anschließen von Musikequipment, Einspielen einer Gitarre, Effekte, Pianorolle und Noteneditor, Export

iWeb: Vorlagen, Homepage, Blog, Diashow, Podcast, Widgets, Verwaltung von Webseiten, Veröffentlichen

Nach einer allgemeinen Einführung in das Thema und einer ausführlichen Installationsbeschreibung, die auch auf Feinheiten wie Nachinstallation von einzelnen Programmen oder Paketteilen eingeht, wird in den einzelnen Kapiteln auf die Programme eingegangen. Jedes Kapitel beginnt zunächst mit der Vorstellung des Programmfensters, wobei Bezugsziffern auf die Einzelfenster, Schaltflächen etc. hinweisen. So findet man sich gut zurecht, wenn man den Anleitungen am eigenen Rechner folgen will.

Die Kapitel sind prinzipiell so aufgebaut, dass seitens der Autoren ein Projekt beispielhaft vorgestellt wird. Da dies sehr praxisnah geschieht, kann man sich mit dem Buch neben seinen Mac setzen und gleich loslegen.

Die Autoren bleiben nicht an der Oberfläche, sondern nach der Vorstellung der Grundfunktionen gehen sie auf die Feinheiten und Besonderheiten der einzelnen Programme ein: Nachbearbeitung, Effekte, Sonderfunktionen, Alternativen, aber auch die Weiterreichung von Projekten der iLife-Programme untereinander (Einbinden von Diashows aus iPhoto an iDVD senden, Film aus Garageband an iWeb senden usw.).

Bei der Nachbearbeitung von Fotos oder Bildern werden nicht einfach die reinen Funktionen vorgestellt, sondern auch gut fachlich erläutert, so dass man versteht und nachvollziehen kann, was da passiert.

Nicht nur die reine Bearbeitung von Bildern, Filmen und Tönen wird beschrieben, sondern auch, was man damit anschließend machen kann: Drucken, Veröffentlichen auf DVD oder gar bei Flicker oder Mobile.me.

Gut gefällt mir, dass in die Texte farblich abgesetzte Hinweisboxen (Tipp, Grundlagen, Aufgepasst, Power-User) eingestreut sind, die auf Fallstricke hinweisen oder einfach dem Fortgeschritteneren weitergehende Erläuterungen geben.

Im Anhang des Buches gibt es nicht nur den obligatorischen ausführlichen Index, sondern auch ein Glossar, welches die wichtigsten Fachbegriffe kurz erläutert. Für tiefergehende Informationen sollte man aber doch Tante Google bemühen.

Wer sich einen Überblick über den Inhalt und die Art und Weise, wie der Stoff vorgestellt wird, verschaffen möchte, dem sei der Auszug aus dem Praxisbuch empfohlen. Dort ist das gesamte Inhaltsverzeichnis sowie einige Buchseiten aus dem Kapitel iPhoto – Nachbearbeitung von Fotos aufgeführt.

Fazit:

Ich besitze nun seit zwei Jahren einen Mac und nutze seitdem iLife für meine Hobbys. Aber in all der Zeit habe ich nicht soviel über iLife gelernt wie in den letzten drei Tagen, wo ich das iLife-Praxisbuch geradezu verschlungen habe.
Das Buch hat den besonderen Charme, dass die Autoren einen Mittelweg zwischen „Einführung in …“ und einem Referenzhandbuch gefunden haben. Es hat den selbsterteilten Titel „Praxisbuch“ wirklich verdient.
Mir hat das Buch so gut gefallen, dass ich sowohl die Testnote „1″ als auch den “Redaktionstipp” verteilen möchte.

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Bibliographische Angaben:

Titel:              Das iLife ´09 Praxisbuch
Autoren:        Ulf Cronenberg
.                    Jeremias Radke
.                    Raffael Vieser
.                    Mario Weber
.                    Peter Wölfel
Broschiert:     528 Seiten
Verlag:           SmartBooks Publishing AG
ISBN-10:       3908497930
ISBN-13:       978-3908497936
Preis:             29,70€

Guter Service – Danke

oder: Die Geschichte einer Reklamation

Wie ich schon hier berichtet habe, bekam meine Frau zu ihrem Geburtstag ein MacBook. Die Freude über das Designerstück war groß, währte aber nicht lange. Meine Frau ärgerte, daß die eingebaute iSight-Kamera defekt war und zyklisch alle 10 Sekunden kurz ausfiel, so daß ein Videochat unmöglich wurde; mich ärgerte, daß kurz nach der Anlieferung Apple das neue MacBook Pro 13″ herausbrachte, welches besser ausgestattet und auch noch preiswerter ist. Typischer Fall von zu früh gekauft. Und natürlich waren auch die 14 Tage Rücktrittsfrist schon um. Mist!

So emanzipiert meine Frau auch ist, aber die Telefonorgie zwecks Reparatur schob sie kurzerhand auf mich ab. Du hast es ja schließlich auch gekauft, sagte sie, und überhaupt verstehst Du mehr davon. Na gut, rufe ich also bei Apple in der technischen Hotline an.

Und hier und jetzt möchte ich ein großes Dankeschön und Lob an die Technikerin (ich hoffe, diese Bezeichnung ist korrekt und stellt keine Herabstufung dar; wenn ja, bitte ich um Entschuldigung, ich weiß es nicht besser) aussprechen. Überaus freundlich, geduldig und kompetent lotste sie mich durch diverse Prozeduren, um festzustellen, ob der Fehler auf Hard- oder Softwareseite lag. Das Ergebnis: Es lag ein Hardwareschaden vor. Ich erzählte ihr, daß das MacBook ein Geburtstagsgeschenk sei, daß es vor 17 Tagen angeliefert wurde und daß es erst vor 3 Tagen wegen des Geburtstages richtig in Betrieb genommen wurde. Daraufhin gab sie das schriftliche OK für eine Rücknahme oder Umtausch, um eine länger dauernde Reparatur zu vermeiden, wies jedoch gleichzeitig darauf hin, daß der Verkauf entscheiden müsse.

Ich bedankte mich artig und rief den Verkauf an, schilderte wieder die Umstände und nach kurzer Rücksprache mit einem Supervisor stimmte die junge Dame einem Umtausch zu. Leider könne sie mir aber nicht versprechen, daß ich das neue Modell bekäme. Egal, sagte ich, Hauptsache, ich bekomme so schnell wie möglich ein heiles MacBook, damit meine Frau wieder glücklich ist.

Vier Tage später war beim Online-Prüfen des Bestellstatus immer noch kein Fortschritt zu sehen. Also rief ich wieder bei Apple an, um nachzuhaken. Dabei stellte sich heraus, daß die Bestellung im System blockiert war, um die Auslieferung zu verzögern, damit ich auf jeden Fall schon ein neues Modell bekomme. Man hatte nur vergessen, diese Blockade wieder herauszunehmen; dies wurde gleich erledigt und mit wortreichen Entschuldigungen verabschiedete sich die Hotline.

Jipiie, ich bekomme das neue MacBook Pro! Online wurde es auch bestätigt und so ging das Warten los. Naja, ihr kennt das ja. Kein Kurierdienst der Welt kann jetzt schnell genug sein.

Am gleichen Tag abends erhielt ich dann noch einen Anruf von Apple, in dem man sich noch einmal entschuldigte, mir das neue Modell bestätigte und mich dann fragte, ob ich die 100 EUR, die das MacBook Pro günstiger sei, für den Kauf von Zubehör verwenden wolle oder sie zurückerstattet werden sollten. Da war ich wirklich platt, damit hatte ich nicht gerechnet. Onlineshops dieser Welt, nehmt euch ein Beispiel: So macht man das!

Heute nun kam das gute Stück an, ein Traum in Alu. Und flott, weil schneller und speicherreicher. Rasch die TimeMachine-Festplatte angeschlossen und 1 Stunde später (USB!) war die letzte Sicherung wieder zurückgespielt. Nun ist meine Frau glücklich, sie kann wieder surfen, chatten und mailen. Sie fiel mir kurz um den Hals – und zog dann mit dem MacBook ab.

He, und ich? Nun, man(n) muß auch mal zurückstehen können. Und sich einfach mal mit-freuen können. Jetzt hole ich mir erstmal ein Feierabendbierchen und lege die Füße hoch. Der Abend ist ja noch lang …

———

Nachsatz: Ich möchte mich hier ganz herzlich für die wirklich gute Kundenbetreuung von Apple bedanken. Ja, natürlich war ärgerlicherweise die neu gekaufte Hardware defekt, aber wie das Ganze über die Bühne ging, war dann doch mehr als zufriedenstellend. Ich glaube, ich werde da noch lange Kunde bleiben.

Soundmachine — Beschallung per iPod

Wohl (fast) jeder von uns hat einen iPod, das Symbol für das Hören von Musik unterwegs. Stöpsel in die Ohren und los geht der Genuß. Schwierig wird es dann, wenn man andere an der Musik teilhaben lassen will, zum Beipiel bei Festen oder wenn man einfach nur Hintergrundbeschallung beim gemütlichen Grillen braucht. Natürlich gibt es jede Menge mehr oder weniger gelungene Lösungen in Form von externen (aktiven) Lautsprechern. Heute aber will ich ein relativ neues Gerät vorstellen, welches außer der reinen Musikwiedergabe noch einige andere Vorzüge bietet.

Es handelt sich dabei um das ALESIS TransActive Mobile, von Aussehen her eine Art Gitarrenverstärker, von den Funktionen her eine kleine PA-Anlage. Das Schönste nehme ich hier gleich einmal vorweg: Das TransActive Mobile (kurz TAM) ist dank eines eingebauten Akkus für mindestens 6 Stunden bei Vollast unabhängig vom Stromnetz. Ich habe das Gerät bei einem Clubtreffen auf Fehmarn kennengelernt, unser bordeigener DJ hatte sich diese “Kiste” vor Kurzem gekauft und versorgte damit die 50 Leute beim Grillen mit Musik.

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(Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von ALESIS Deutschland)

Im Lieferumfang befindet sich neben dem Gerät ein Netzkabel, ein Mikrofonkabel und ein dynamisches Mikrofon mit Drahtkorb und Ein-Aus-Schalter.

Eine Vergrößerung der Front zeigt, daß in den TAM ein kleines Mischpult mit 3 Eingängen eingebaut ist:

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Von links nach rechts:

- Mikrofon 1  für XLR- oder 6,3mm-Klinkenstecker (Kombibuchse), mit Gain-Regler
- Mikrofon 2 oder Instrument (z.B. E-Gitarre) für 6,3mm-Klinkenbuchse, mit Gain-Regler
- Line-In (parallel zum iPod-Dock oben) für 2x Chinchstecker ,mit Gain-Regler
- Master Volume Regler

Die Rückseite dient der Versorgung und “Verwaltung”:

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Von links nach rechts:

- Netz (Kaltgerätebuchse) und Ladekontrolleuchte
- Hauptschalter und Netzspannungsumschaltung 115V / 230V
- Wahlschalter “iPod laden” / “iPod nicht laden”
- Akkuanzeige
- Line Out zum Anschluß an andere Aktivboxen o.ä.

Auf der Boxenoberseite ist versenkt ein Dock zum Anschluß eines iPods oder iPhones eingebaut. Firewire-iPods könne zwar nicht geladen werden, aber das Musikmachen funktioniert, wie ich mit einem Nano der ersten Generation ausprobieren konnte. Auf der Unterseite des Gerätes befindet sich eine 35mm-Boxenständeraufnahme, so daß einem Betrieb in luftiger Höhe nichts im Wege steht. Zum Transport kann man das TAM in einen “Hackenporsche” verwandeln; wie bei einem Koffertrolley einfach den Transportgriff herausziehen und auf den beiden Transportrollen an der Unterseite losziehen.

Soviel zum Technischen, nun zum Eindruck.

“Plus”-punkte:

- Das TAM ist hochwertig verarbeitet, fast alle Komponenten sind verschraubt (Ecken, Boxenständeraufnahme, Dock, Frontplatten, etc.). Das Gerät wiegt über 19 kg.
- Es ist ein netzunabhängiger Dauerbetrieb bei Vollast von mindestens 6 Stunden möglich, bei Teillast bis 12 Stunden (Herstellerangabe).
- Die Lautsprecherabdeckung besteht aus solidem Lochblech und ist damit gegenüber einer Stoffbespannung weitaus praxistauglicher.
- Die beiden seitlichen Tragegriffe und der herausziehbare Transportgriff machen einen stabilen Eindruck.
- Die Bedienung ist einfach, ein Handbuch braucht man (eigentlich) nicht.
- Die maximale Lautstärke läßt sich bis auf “ohrenbetäubend” einstellen, einer Saalbeschallung steht nichts im Wege.
- Das Design ist zwar etwas altbacken, aber es sieht sehr professionell aus.
- Die Bedienelemente fühlen sich solide an, es gibt keine wackelnden Knöpfe oder Schalter.
- Das Mikrofonkabel ist ausreichend lang, um sich etwas bewegen zu können.
- Das Mikrofon ist schwer, solide und liegt gut in der Hand. Es fühlt sich so an, als wenn es ein Herunterfallen verzeihen würde. Der Drahtkorb ist stabil und besitzt einen eingebauten Wind-/Popp-Schutz.

“Minus”-punkte:

- Der Klang ist trotz der Zwei-Wege-Ausführung sehr basslastig, was bei Rockmusik nicht gar so negativ auffällt, aber Hintergrundmusik beim Festessen (naturgemäß eher klassisch) klingt etwas dumpf. Zum Glück kann man mit dem Equalizer des iPods gut gegensteuern, so daß die Basslastigkeit nur beim Mikrofonbetrieb auffällt.
- Auf Dockeinsätze wurde klugerweise verzichtet, vielmehr ist ein verstellbares Plastikteil die Stütze für den iPod. Was mir nicht so gut gefällt, ist die Feststellung dieses Plastikteiles; die Flügelmutter ist sehr fummelig und beim Einsatz eines iPod Touc oder iPhones etwas schlecht zugänglich. Das macht sich dann bemerkbar, wenn mit mehreren verschieden iPods gearbeitet wird. Eine seitliche Führung des iPods fehlt, er muß beim transport auf jeden Fall entfernt werden.
- Das Mikrofon ist ein dynamisches Mittelklassemikrofon (ALESIS AM1) mit XLR-Anschluß; sein Klang ist in Verbindung mit dem TAM eher dumpf. Für Sprachdurchsagen reicht es mehr als aus; will man Karaoke machen, sollte man ein besseres Mikro anschließen. Mit dem Beyerdynamik TG-X 81 klang Gesang gleich viel besser.

Mein Fazit:

Wie man sieht, überwiegen die Pluspunkte deutlich, die Negativpunkte sind eher Kleinigkeiten oder Geschmackssache. Ich freue mich jedenfalls, das TransActive bald einsetzen zu können, so daß die Tanzmusik nicht mehr von der kleinen Kompaktanlage kommen muß. Was mir besonders gut gefällt, ist die Möglichkeit des Akkubetriebes, die Suche nach einer Steckdose (im Garten meist besonders problematisch) entfällt.

Ich für meinen Teil kann hier nur eine Empfehlung aussprechen.

Der Preis: UVP: 279 EUR, Straßenpreis ab 239 EUR.

Wer sich für die Herstellerangaben interessiert, wird hier fündig. Oder liest hier:

Anschlüsse iPod Dock zur Songwiedergabe und Aufladen des iPod, iPod Mini oder iPod Nano
Symmetrischer 6,3mm Klinkeneingang für Instrumente
RCA Stereoeingang zum Anschluss von CD-PlayernKlinkeneingang für Instrumente
XLR- oder 6,3mm Klinke Mikrofoneingang
Eingangsspannung AC 100-120V/60Hz bis 200-240V/50Hz
Ausgangsleistung (Peak) 22W
Ausgangsleistung (RMS) 15W, 1% THD
Ladedauer der internen Batterie weniger als 4 Stunden
Frequenzgang 70Hz-50kHz ±3dB
Betriebsdauer über 6 Stunden* bei voller Leistung und voller Batterieladung
Abmessungen
(B x H x T):
25,9 x 37,8 x 25,4 cm

Familienzuwachs bei MacStevens

Nach langer – berufbedingt artikelloser – Zeit möchte ich der werten Gemeinde von unserem Familienzuwachs berichten: Zwillinge und ein Einzel-”kind”.

Nun, es handelt sich hierbei nicht um Kinder, sondern um zwei iPhones, die ich meiner Frau und mir zu Weihnachten gegönnt habe, sowie um ihr Geburtstagsgeschenk (dank Steuerrückzahlung): Ein MacBook 13″ Unibody. iPhones sind ja nun hinreichend bekannt, selbst Kiddies laufen damit schon herum, so daß man gut und gerne sagen kann, daß sie das “Besondere” bereits verloren haben und Alltagsgegenstände geworden sind. Daher möchte ich hier nur über den letzten Neuzugang berichten.

Meine Frau wünschte sich zu ihrem bevorstehende Geburtstag etwas Besonderes und ihre Wahl fiel dabei auf das neue MacBook 13″ (gleich im Geiste vormerken: NIE mit Frauen kurz vor irgendwelchen geschenkbehafteten Festen shoppen gehen und vor allem teure Geschäfte wie Juweliere und Apple Stores meiden!). Nun, da ich selbst auf dem Standpunkt stehe, daß man – wenn möglich – Qualität kaufen soll, habe eingedenk Jörns Bericht über sein neues Notebook der Sache zugestimmt. Prompt blieb es an mir hängen, das Teil zu besorgen.

Nach kurzer Marktrecherche stellte ich fest, daß der Apple Store der teuerste Anbieter war, Konkurrenten wie Amazon etc. bieten das MacBook bereits bis über 100 Euro günstiger an. Also habe ich mir die Links zu den Stores herausgesucht und beim Apple Online Store angerufen, um dort zu versuchen, das MacBook 13″ (meine Wahl fiel auf das 2,4 GHz-Model) etwas herunterzuhandeln. Leider wurde das ein Reinfall. Ich bekam zur Antwort, daß es eine Direktive von oben gäbe, keine Preisnachlässe mehr zu gewähren. Dies wurde nur früher gemacht, als die Händler, die den UVP von Apple unterboten, dünn gesät waren. Sorry.

Mist! Ich habe dann aufgelegt mit der festen Absicht, bei Amazon zu bestellen. Doch dort die nächste Überraschung: Das MacBook war vergriffen und es gab keinen neuen Liefertermin. Doppelmist! Also blieb nur die Bestellung bei Apple direkt.

Diese habe ich dann allerdings online ausgeführt, damit ich keine Kreditkarteninformationen per Telefon weitergeben musste. Dazu muß ich noch ergänzen, daß die Kreditkarte meiner Frau gehört (da wir das Vorhalten von zwei Kreditkarten für unbotmäßig teuer halten), damit hatte ich vor zwei Jahren schon meinen iMac bezahlt. Apple ließ sich dann aber auch recht viel Zeit, mir eine Bestellbestätigung zuzusenden. Online konnte ich den Vorgang zwar unter meinem Apple Account beobachten, aber es kam keine Email. Seltsamer und seltsamer, sagte Alice…

Plötzlich bekam ich einen Anruf, während der Arbeitszeit und von Apple. In der Leitung hatte ich einer SEHR nette und freundliche Applemitarbeiterin, die mir verkündete, meine Bestellung wäre durch den Sicherheitscheck gefallen. Nanu??? Dann die Erklärung: Meine Frau und ich haben verschiedene Nachnamen! Darüber war das Bestellcenter gestolpert und hatte gleich Unheil und Böses gerochen (wie riecht eigentlich Böses? So mehr nach Schwefel? (nächste geistige Notiz: Duschen gehen.)). Ich konnte die Dame aber beruhigen, zumal ich darauf aufmerksam machte, daß ich vor zwei Jahren etc…

Dann ging alles sehr schnell: Nach drei Tagen klingelte der UPS-Mann (der gleiche, der mir auch damals den iMac brachte) und drückte mir gegen Unterschrift einen winzigen Karton in die Hand. Dadrin soll sich ein 1500 € Computer verbergen? Doch so war es. In einer maßgeschneiderten Umverpackung befand sich das gute Stück. Über das wertige Aussehen und die Haptik will ich mich hier nicht verbreiten, wer das wissen will, soll Svens oder Jörns Artikel lesen oder sich selbst so ein Teil kaufen. Ich kann nur sagen, daß wir mit dem MacBook sehr zufrieden sind und können wegen der beleuchteten Tastatur nur zu dem 2,4 GHz-Modell raten. Auch das neue Trackpad und die Mehr-Finger-Gesten machen die Bedienung zu einem Vergnügen.

Inzwischen hat sich das Teil bei uns gut eingelebt. Meine Frau liebt es, abends auf der Couch zu liegen und zu surfen, ihre Email zu schreiben oder sich einen Film anzusehen. Ich liebe es, daß sie nun selbst ihr iPhone und den iPod synchronisieren muß. Was ich nicht liebe, sind die Folgekosten: Geeignete Tasche, Appel Care Protection Plan, Funkmaus… Das alles kommt hinzu und ist (bis auf die Maus) eigentlich unverzichtbar, wenn man das MacBook auch einmal irgendwohin mitnehmen will.

Nachtrag: Meine Frau stellte zur Bedingung, daß meine  zwei alten Laptops aus dem Haus verschwinden (nochmal: Meine Geräte müssen raus, damit Platz für IHR Geschenk wird!). Meine alter XP-Laptop ist bereits untergebracht, jetzt suche ich noch eine gutes Heim für ein Powerbook von 1999 mit umfangreichem Zubehör: Interesse?

MacSteven

CrossOver und CS2

Christian hat es schon beschrieben: Es gab von CodeWeaver das Programm CrossOver umsonst; wie sich herausstellte, wurde sogar eine freigeschaltete Programmversion verteilt, so dass man keine Seriennummer zum Freischalten benötigt.

Ich habe mir CrossOver installiert, um endlich Photoshop CS2 WIN ohne Parallels auf meinem iMac zu nutzen. Und ich muss sagen, es funktioniert ganz prima. CS2 war ohnehin in die Kompatibilitätsstufe PLATINUM eingeordnet, d.h. es läuft ohne Einschränkungen.

CS2 funktioniert ohne Probleme, die Optik des Fensters erinnert ein bisschen an OS 9, was dem Spass aber keinen Abbruch tut. Alle Filter und Funktionen scheinen problemlos zu arbeiten, die einzige Einschränkung, die ich bemerken konnte, war, dass man die Menüeinträge in CS2 nicht zu kurz anklicken darf, da dann das Programm nicht reagiert. Die Programmgeschwindigkeit ist gegenüber der Installation unter Parallels deutlich schneller, wenngleich sie die Leitungsfähigkeit des iMacs nicht ganz zu nutzen scheint. Auf meinem Firmen-PC, der die gleichen technischen Daten wie mein iMac hat (2,4GHz, 4GB Ram), läuft CS2 noch schneller.

Was vielleicht noch ein bisschen stört, ist die Größe der Schriften für die Menüs. Oder besser, die “Kleine”, denn die Schrift ist auf meinem 24″er nur mit Lesebrille zu erkennen; sie hat etwa die Größe der Schrift der Tabs des Firefox-Browsers.

Wer sich CrossOver ebenfalls heruntergeladen hat: Viel Spass damit!

Hier geht es zu Christians Artikel: http://apfelwahn.de/christian/2008/10/nur-heute-crossover-maclinux-umsonst/

Mein neues Leben, Teil 2

…Doch erst warten wir weiter, bis der Postmann zweimal klingelt.

Genug gewartet. Kurz vor dem Mittagessen klingelts an der Firmentür: EIn UPS-Mann mit einem Karton in der Hand, auf dem APPLE steht. Auf mein kurzes und knappes “Gib!” reagiert er etwas irritiert, entgegnet dann aber verständnissvoll: “Neuer Mac?” (Offenbar passiert ihm das häufiger…). Nach dem Ableisten von diversen Unterschriften rückt er endlich den Karton heraus und ich verabschiede ihn hastig.

Meine Kollegen, darunter mein Chef, denen ich schon seit Tagen morgens mit einem “Ist er schon da?” auf den Geist gegangen bin, scharen sich um mich, sie wollen das edle Teil nun endlich sehen. Sie zeigen wenig Verständnis, dass ich das Auspacken geniessen will und jeden Karton erst einmal von aussen bestaune, bevor ich ihn öffne.

Doch endlich ist der iMac ausgepackt und steht in voller Schönheit auf meinem hastig freigefegtem Schreibtisch. Flugs Netzkabel, Netzwerkkabel, Tastatur und Maus angeschlossen und schon kann es losgehen. Einschalten, ein satter Ton. Laut, schön. Aber einzigartig. Mein alter PC meldete sich immer nur mit einem kläglichen “Piep” bein Einschalten; was für ein Unterschied. Man spürt die Mannjahre, die Apple in die Entwicklung steckt.

Jetzt noch zügig einige Daten wie Name und Providerdetails eingegeben und dann kann es losgehen. Der Desktop erscheint, ich bewege das erste Mal die Maus, setze mein in langen Nächten bei Internetrecherchen erworbenes theoretisches Wissen in Praxis um. Der erste Klick auf “Über diesen Mac”: Jawohl, die Ausstattung stimmt. Weiter gehts dem Dock, ich starte wie im Rausch Garageband, iWeb und Konsorten, alles ist da. Ob des großen leuchtstarken Displays, gegen das die umstehenden PC-Monitore nicht anstinken können, und der üppigen Softwareaustattung kommt erster Neid bei den Kollegen auf, der sich beim problemlosen Zugriff auf das Internet voll ausbildet (”He, ist das einfach, ich musste beim PC immer endlos konfigurieren…. Auch haben wollen!” “Na, denn spar’ mal schön…”).

Der erste Test sprengt die Mittagspause, aber das stört keinen. Jeder will mal mit dem iMac spielen und ich lasse sie großmütig gewähren. Weiss ich doch, das er heute Abend bei mir im Zimmer stehen wird. Bald wird der Rechner wieder eingepackt und ich sitze die verbleibenden Stunden bis zum Feierabend unruhig und unkonzentriert ab.

Als meine Frau abends von der Arbeit nach Hause kommt, ist der iMac schon aufgebaut. Mit einem “Das ist also das gute Stück? Musst Du mir irgendwann mal zeigen, ich mache jetzt Abendbrot” verschwindet sie in der Küche. Was für eine Respektlosigkeit gegenüber unserem neuen Familienmitglied, denke ich und gehe ihr etwas pikiert helfen. Pure Blasphemie von ihr. Aber später durfte ich ihr dann doch noch zeigen, was der Mac so alles kann und ich bin wieder versöhnt, da sie mit Ahs und Ohs nicht spart.

Noch am gleichen Abend habe ich im Vorfeld aus dem Internet geladene Software installiert (die ich zum großen Teil einige Tage später wieder de-installiere, weil man sie nicht braucht) und mit einer ersten Webseite angefangen. Erst als meine Göttergattin gegen Mitternacht verschlafen in mein Büro kommt und fragt, ob ich denn überhaupt nicht zu Bett gehen will, bemerke ich, dass meine Augen doch schon ziemlich eckig sind und schalte schweren Herzens den iMac aus. Gute Nacht, denke ich, das ganze Wochenende liegt vor Dir; viel an die frische Luft wirst Du wohl nicht kommen.

Ich denke, so oder so ähnlich wird es den meisten Switchern ergangen sein und ich schäme mich nicht dafür. Schließlich hat man es ja nicht mit einem Gebrauchsgegenstand zu tun, sondern mit einem Stück Verwirklichung von Lebensgefühl – sprich: Lifestyle.

Osirix oder “Die Reise ins Ich”

“Gehe in Dich” – den Spruch hat wohl schon jeder einmal gehört. Gemeint ist es im übertragenen Sinn, denn sich wirklich von innen zu beschauen ist unmöglich. Unmöglich? Nein, nicht ganz.

Ich hatte neulich das Vergnügen, meinen Kopf im CT untersuchen zu lassen. Eigentlich sollte ich nur Ausdrucke für meine HNO-Ärztin mitbekommen, aber etwas Betteln führte dazu, dass mir die hübsche Röntgenschwester (oder wie auch immer der Fachbegriff ist) eine CD in die Hand drückte. Das war mein Ziel – Futter für Osirix.

“Osirix, was ist das?”, werden Sie fragen. Nun, es ist das schönste, was DICOM-Daten (den Daten auf der besagten CD) passieren kann. Während der Patient auf seiner CD nur einen einfachen Viewer vorfindet, mit dem er sich die ganzen Einzelbilder, die im CT entstanden sind, ansehen kann, schafft Osirix mehr. Es kann aus diesen Bilddaten (unter anderem) dreidimensionale Röntgenbilder berechnen, so wie wir sie sonst nur aus dem Fernsehen kennen. Osirix ist Freeware; zwar nicht für medizinische Diagnosezwecken zertifiziert, aber für Ausbildungszwecke gut geeignet. Und dafür, meinen Spieltrieb zu befriedigen.

Gleich vor ab: Das Programm sowie die gute Online-Dokumentation nebst einiger Probedaten, um auch ohne eigenen Arztbesuch loslegen zu können, gibt es hier: http://www.osirix-viewer.com/Downloads.html

Und noch etwas: Bitte beachten Sie das Postskriptum, in welchem das Kopieren und die Verwendung der Bilder auf dieser Seite untersagt wird. Danke für Ihr Verständnis.

Jetzt aber in medias res. So sieht es aus, wenn Osirix gestartet ist und einen Datensatz geladen hat:

Links im Fenster sind die Einzelbilder als Vorschau zu sehen, rechts das jeweils ausgewählte Bild in Vergrößerung. Wahlweise lassen sich die Einzelbilder auch als “Film” anzeigen, so dass der Eindruck entsteht, z.B. einmal von oben nach unten durch den Schädel zu reisen. Aber noch ist alles zweidimensional. Richtig interessant wird es erst, wenn man noch eine Dimension hinzunimmt:

Zunächst habe ich hier das Gewebe, was die Knochen umhüllt, mit dargestellt. Das “Objekt” lässt sich drehen und kippen, aber auch schneiden, so dass ein erster Blick ins Innere möglich wird:

Hier ist der Schädel quasi halbiert und Stirn- und Nasennebenhöhlen werden sichtbar.

Will man nur die Knochen sehen, ist auch das möglich. Ein paar kurze Klicks, ein heftiges Rechnen des Macs bringt dies hier:

Aber auch eine – fast künstlerische – Darstellung von Knochen und Gewebe ist möglich:

Die obigen Bilder sind natürlich nur ein winziger Ausschnitt der Möglichkeiten von Osirix. Eine spannende Sache ist auch die Möglichkeit, Kamerafahrten durch und um den Körper herum als Quicktimevideo oder als VR_Quicktimevideo abzuspeichern. Dadurch kann man auch auf PCs dreidimensionale Ansichten vorführen, denn Osirix gibt es nur für Mac OS X.

Ich bin immer noch dabei, mit dem Programm zu spielen. Dabei hilft sehr die (englische) Dokumentation unter dem obigen Link. Ein Punkt, der mich interessiert ist die Möglichkeit, eine simulierte Endoskopie durchzuführen. Dazu wählt man in den drei Seitenansichten eine Koordinate und in einem vierten Fenster wird dieser Ort dreidimensional dargestellt, als ob man sich tatsächlich im Körper befände; man kann sich dann in alle Richtungen umsehen. Leider stürtzte bei mir der Rechner ab, als ich das ausprobieren wollte. Vielleicht Speicherprobleme?

Die Anforderungen an den Rechner sind nicht gering. Mein 2,4GHz iMac rechnet an den Ansichten und QT-Videos ganz hübsch lange. Aber dennoch macht es Spass, mit Osirix zu arbeiten.

Probiert es selbst….

P.S.: Die obigen Bilddaten sind Eigentum von MacSteven aka Stephan Berger, dem Verfasser dieses Blogs. Jede Verwendung der Bilder  – sei es zu kommerziellen oder kostenlosen Zwecken – in jedweder Form ist untersagt. Bitte halten Sie sich daran. Danke.

Mein neues Leben, Teil 1

Ich habe schon berichtet, dass ich vor einem Jahr den Schritt vom PC zum Mac durchgeführt habe. Doch was bringt jemanden dazu, zu “switchen” und was braucht man dafür?

Nun, dazu gebracht hat mich der komplette Zusammenbruch meines PCs. Es hatte mich 3 Tage gekostet, ihn wieder zum Funktionieren zu bringen und alle Daten zu restaurieren. Wohlgemerkt, nicht die Festplatte war in die ewigen Jagdgründe eingegangen, sondern Windows hat (aus Langeweile??) die daten auf der Platte neu arrangiert und umgestaltet. Schade, das dabei die Lesbarkeit und Interpretierbarkeit auf der Strecke blieb. Also wagte ich den Schritt zum Mac.

Ich las alles, was mir zum Mac in die Finger kam, sah mir die lustigen Werbespots von Apple an, kannte die Funktionen von OS X schon und das Handbuch des iMac schon, bevor er vor mir stand. Ich bekenne hier vor admin: Ich bin der geborene Handbuchleser. Alle www-Seiten, die sich mit dem Thema Switchen beschäftigen, kannte ich auswendig. Und ich war schon MacUser, bevor ich MacNutzer war. Es war wie ein Rausch.

Was braucht man denn nun zum Switchen? Nun, zuerst eine Menge Mut. Man verlässt die gewohnten Fahrwasser und erkundet neue Gestade. Weg vom Bastler, hin zum Be-Nutzer (Nur einmal musste ich mich meinen Mac intensiver widmen, doch das war meine Schuld und dazu später mehr). Dann brauchts einen gefüllten Geldbeutel, denn Apples sind keine Schnäppchenware. Sie sind solide Geräte, bei denen man allerdings auch für das Design und die neue Lebenseinstellung finanziellen Tribut zollen / zahlen muss. Ich wäre der Letzte, der bestreiten würde, dass Mac teuer sind, aber ich bereue den Kauf nicht.

Wie geht man vor, wenn man Mut geschöpft und Geld gespart hat? Man macht sich schlau. Und zwar dahingehend, welchen Mac man denn nun kaufen will (Ich weiss, am liebsten alle, aber das geht in den seltensten Fällen. Sollte es bei Ihnen gehen, haben Sie doch sicherlich noch soviel Geld übrig und schenken mit das neue MacBook Pro? Biiitte!! Ich werde Sie dann auch stets in meine Nachtgebete mit einschliessen). Zu dem Thema empfehle ich, sich das letzte Sonderheft zum Thema Mac der c’t zu kaufen. Falls im Handel vergriffen, der Verlag hat bestimmt noch welche, die geben die sogar gegen Geld weg. Ansonsten gibt es jeden Menge Webseiten, Tante Google kann da helfen.

Der nächste Schritt ist Warten. Und weiter warten. Zwischendurch mal schnell bei UPS schauen, ob es neue Informationen vom Tracking des Paketes gibt. Zwischenzeitlich empfehle ich, bei ebay zu schauen, ob man den AppleCare Protection Plan, die Garantieerweiterung von Apple, dort günstig bekommen kann. Ich habe meinen für 126 EUR bezahlt, ein Schnäppchen. Und sinnvoll, denn nach 1 Jahr ist bei Apple mit der Garantie sonst Ende.

Doch erst warten wir weiter, bis der Postmann zweimal klingelt.

13 Monate 8 Tage

Nun ist es passiert: Ich habe den Jahrestag vergessen. Was mir bei der besten Ehefrau von allen dicke Minuspunkte einbringen würde, wurde hier zum Glück nicht übel aufgenommen.

Gemeint ist der Jahrestag der Ankunft eines Designerstückes, dem Umkrempeln einer Lebenseinstellung, der Rückkehr zu den Wurzeln. Im Klartext: Am 11.September (hoffentlich kein böses Omen) letzten Jahres brachte ein freundlicher Kurier einen großen Karton zu mir in die Firma. Der Absender: Apple. Der Inhalt: Ein nagelneuer iMac Alu. Die Wirkung: Großes A und O bei den Kollegen, Tränen (naja, nicht wörtlich) der Freude in meinen Augen.

Doch wie kam es dazu? Einige Wochen vorher hatte sich mein letzter PC, den ich so liebevoll gehegt und gepflegt hatte, verabschiedet und sämtliche Daten der Bootplatte in das Hadal (in den Meeren die Zone der Tiefseegräben, also wirklich Endstation auf dem Weg nach unten {man merkt, dass ich gerade Schätzings “Nachrichten aus einem unbekannten Universum” gelesen habe}) gerissen hatte. Drei volle Tage, also mehr als ein Wochenende habe ich gebraucht, damit die bl… Kiste wieder lief. Hardware tauschen, Software neu einspielen, etc. Natürlich hatte auch das Backup Lesefehler, so dass ich von Reserve-Backup-Platten und Sicherungs-DVDs die Daten zusammensuchen musste.

Fragen Sie meine Frau: Gegenüber meinem PC konnte ich dann durchaus aggressiv werden, Fußabdrücke auf der wiederhergestellten Kiste zeugten davon. Und so beschloss ich, dem jahrelangen Ärger über die WIN-Kiste ein Ende zu bereiten und zu meinen Computerwurzeln zurückzukehren. Die ersten Schritte in diesem Bereich habe ich zusammen mit meinem Bruder Anfang der 80er Jahre gemacht. Damals herrschte noch ein gewisser Pioniergeist und wir hatten uns nach langem Überlegen für einen Apple II+ entschieden. Allerdings lag das Originalgerät damals völlig ausserhalb unseres finanziellen Rahmens und so kauften wir einen der ersten Taiwan-Nachbauten. Immerhin mit Bildschirm, gewaltigen 64kB Hauptspeicher und 1MHz-Prozessor schon 3500 DM teuer. Damals musste ein Schüler dafür lange arbeiten und sparen. Später kam ich über den Atari MegaST dann studiumsbedingt zum PC, einem 386er 40MHz. Dieser wurde dann im Laufe der Jahre immer wieder auf- und umgerüstet, bis dann am Ende dieser Evolution der oben erwähnte finale Zusammenbruch stand.

Der Apple II+ (wo sind die bl.. eckigen Klammern, wenn man sie braucht??) war ein faszinierendes neues Spielzeug. Stundenlang saßen wir vor der Kiste und schrieben ellenlange Programme, die dann mühselig (und mit wechselndem Erfolg) auf Cassette gespeichert wurden. Bald wurde der Motorroller verkauft und für 600 DM ein Diskettenlaufwerk mit Controller gekauft. Wohlgemerkt, nur die Bauteile, das Netzteil und Gehäuse dafür wurden selbstgebaut. Wie früher auch alles Mögliche aus Kostengründen selbst gebaut wurde; die serielle Schnittstelle und die 64kB-batteriegepufferte Ramdiskkarte zum Beispiel. Das erste 10er-Pack Disketten (5,25″ mit 138kB Speicherplatz) kostete ein ganzes Monatstaschengeld: 77 DM.

Und die ersten Schritte in Assembler brachte mein Bruder mir bei. Freundlicherweise hatte der Franzis-Verlag ein dokumentiertes Listing des AppleDos 3.3-Betriebssystemes in Buchform herausgebracht. Fortan schrieb ich kleine Maschinenprogramme, die in die unzähligen Code-Lücken des DOS eingefügt wurden. So haben wir damals das Betriebssystem angepasst. Und da der Rechener von Diskette gebootet wurde, standen die neuen Funktionen gleich problemlos zur Verfügung. Wir hatten sogar verschieden Versionen, je nach Anwendungsfall. Das automatische Umschalten auf die 80Zeichen-Ausgabe erfolgte danach automatisch, auch patchten wir in den Schreib-Lese-Routinen des BS lustig herum. Mann, was haben wir damals viel gelernt. Nur die Sonne haben wir wortwörtlich selten gesehen, vom ersten Sommer nach dem Rechnerkauf haben wir nicht viel mitbekommen.

Genug der Erinnerungen… Nun stand der neue iMac also vor mir, begrüßte mich freundlich und bot mir seine Freundschaft an. Die Kollegen zeigten eine gehörige und angemessene Portion Neid, den sie (teilweise) durch diverse etwas hämische Bemerkungen zu überspielen suchten. Doch Tony, ein wohlgesonnener Kollege – da selbst Appleuser – stand auf meiner Seite und half mir in den folgenden Tagen mit Rat und Tat zur Seite.

Tja, nun ist es also schon über ein Jahr her, dass unser neues Familienmitglied bei uns einzog. Meine Frau hat sich auch zügig eingearbeitet und wir wollen keinen PC mehr zurück. Wir haben Maccie richtig lieb gewonnen: Er macht, was er soll, zügig und problemlos. Kein Softwarebasteln (leider auch keine Hardwarebasteleien mehr…), keine Wochenenden mehr, die der Wiederherstellung der rechergestützten Erreichbarkeit dienen, anstatt sie mit der Liebsten zu verbringen. Und so sage ich “Danke Steve”.

Wenn es recht ist, werde ich demnächst etwas über meine Erfahrungen als Switcher (also Umsteiger von PC zum wahren Glaub.. ich meine, zum Mac) berichten, werde kleine persönliche Tipps geben.

Ich will nicht die ganzen Programme auflisten, die man sich unbedingt installieren muss, sondern nur eigene Erfahrungen weitergeben. Und mit diesem Ausblick wünsche ich noch frohes Schaffen,

MacSteven

Softwareupdate

Eine kurze Meldung: Im Rahmen der Softwareaktualisierung ist folgendes Update verfügbar:

Wer sich einen neuen Mac – vielleicht sogar das neue MacBook (Pro) zulegen will, hat es dann beim 2Umzug” vom alten auf das neue System leichter.

Nähere Informationen unter http://support.apple.com/kb/HT3174?viewlocale=de_DE

MacSteven

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