DTM – Race Driver 3 / Toca Race Driver 3
in Mac, Spiele von markus, 19. Dezember 2008 - 2 Kommentare »
In meinem letzten Test zu COD4 habe ich berichtet, dass ich eigentlich kaum noch Zeit zum Spielen habe. Das ist grundsätzlich richtig aber gerade wenn es stressig wird, muss man ab und an mal abschalten. Ein richtig gutes Rennspiel fehlte mir auf dem Mac bisher in meiner Sammlung. Und genau diese Lücke soll DTM3 schliessen, auch bekannt als Toca Race Driver 3.
Was erwartet uns:
Codemasters, die ich nur zu gut von der ColinMcRae Serie kenne, haben auch dieses Spiel produziert. Meine Erwartungen sind daher hoch. ColinMcRae war zu PC-Zeiten für mich eine der besten Rally-Simulationen. DTM3 bietet deutlich mehr Vielfalt bei der Fahrzeug- und Streckenauswahl.
Von Tourenwagen á la Gran Turismo, Monster Truck, Formula 1, Truck Racing, Classic 1930′s – 1970′s inkl. Mercedes’ Silberpfeil, Indianapolis (Nascar Racing) bis hin zu Rallystrecken: Alles wird geboten! Den deutschen Namen erhält das Spiel nicht zuletzt durch die DTM Disziplin. Die Strecken sind alle Originalstrecken. Im Spiel gibt es einen Karierre-Modus, in welchem man sich vom Anfänger bis zum Champion im Formal 1 BMW-Williams Team hochfahren kann. Im Laufe des Spiels werden dann immer mehr Strecken und Autos freigefahren. Man kann aber auch ohne den Karierre Modus über einen “Cheat Modus” alle Autos und Strecken freischalten. Dies ist besonders praktisch, wenn man nicht die Zeit für den Karierre Modus hat aber dennoch mal schnell ein paar Runden im Formel 1 Wagen drehen möchte (oder was auch immer einen besonders reizt).
Installation:
Tja, einfach den Ordner in das Application Verzeichnis des Macs ziehen
Dauert bei mir ca. 30 Minuten (7,89 GB kopieren). Es gibt übrigens ein gedrucktes (!), deutschsprachiges 23-seitiges Handbuch. Nettes Feature in einer Zeit der PDF-Handbücher.
Wie sieht das ganze aus?
Ich bin zugegebenermaßen Grafikfetischist. Und die ersten Demovideos zu Gran Turismo 5 für die PS3 haben bei mir einen recht hohen “Habenwollen” Faktor geweckt. Ich konnte bisher aber widerstehen und habe mein Geld lieber in den iMac investiert. Jetzt also kann ich auf meinem iMac auch endlich Rennen fahren. Aber kommt das ganze an die PS3 Grafik heran? Klare Antwort: Nein!
OK: Die Grafik ist nett aber in meinen Augen bis auf die teils wirklich gut gelungenen Autos einfach überholt. Es fehlen aktuelle Effekte und Details. Ich mag es nicht, wenn ich schon meinen Boliden gegen die Mauer setze und als “Dank” in ein statisches 2D (!) Publikum blicke. Die rühren keine Miene!
Das Ursprungsgame stammt aus dem Jahre 2006. Aber selbst da haben sich Zuschauer in anderen Games schon bewegt! Auch die Zwischensequenzen sind qualitativ nicht mehr State of the Art. Schade eigentlich. Hier gibt es von mir also Abzüge in der B-Note.
Hier dennoch ein paar Screenshots aus dem Game:





Wie hört es sich an:
Der Sound ist gut gelungen. Motoren- und Schaltgeräusche klingen in meinen Ohren realistisch, auch wenn ich natürlich nicht bei jedem der enthaltenen Autos den Vergleich zum Original habe
Aber das wichtigste: In diesem Punkt kommt Rennfeeling auf!
Wie fährt sich DTM3:
Das Fahrgefühl ist gut und auch die einzelnen Fahrzeuge haben eine deutlich unterschiedliche Steuerung. Hier kann man wirklich sagen, dass es eine Simulation ist und kein Arcade-Game. Die ersten Runden bin ich mit der Tastatur gefahren (es sollte schnell gehen). Das liefert natürlich kein Rennerlebnis. Also krame ich mein altes PC-Lenkrad aus dem Schrank, entstaube es und bin gespannt, ob mein iMac es erkennt. Das Impact X8-39V wird ohne Probleme erkannt, die Steuerung ist schnell konfiguriert und die nächsten Runden machen deutlich mehr Spaß. Das war aber auch irgendwie klar! Schön, dass ich mir kein neuen Lenkrad zulegen musste! Mein Speed-Link Controller funktioniert übrigens auch einwandfrei.
Kleine Anekdote bezüglich Realismus, der ansonsten wirklich vorhanden ist: Ich habe beim einschalten der Cheat Optionen (um für den Test Zugriff auf alle Fahrzeuge und Strecken zu bekommen) eine Option zu viel eingeschaltet: “Turbo Boost”!

Ich habe “Knight Rider” zwar seinerzeit geliebt und auch den Piloten zur amerikanischen Fortsetzung fand ich gelungen aber in einer “ernsthaften” Rennsimulation hat das nichts zu suchen. Stellt Euch vor: Ich fahre gerade ein Classic-Rennen in einem Silberpfeil und frage mich, was diese “Grafikfehler” in Form von hüpfenden Autos sollen. Bis ich auf die Taste komme und selber durch die Luft fliege. Mal ganz ehrlich: Das wirkt extrem lächerlich, wenn bei einem Rennen die Autos durch die Luft fliegen. Diese Option gehört in ein Knight-Rider Game aber nicht in DTM3! Wie das so ist mit den Cheats: Wesentlich mehr Spaß macht das ganze ohne! Daher schalte ich sie anschließend auch wieder aus, damit die Motivation erhalten bleibt.
In Punkto Realismus und Fahrgefühl ist DTM3 auch heute noch up to date. Gerade bei den Rallystrecken fühle ich mich an alte Zeiten mit ColinMcRae erinnert.
Motivation:
Weitere Strecken und Wagen freizuspielen ist immer ein guter Anreiz. Die Story um den Rennanfänger ist natürlich nicht ganz taufrisch aber was soll man das Rad auch neu erfinden? Es ist schließlich kein Tarantino-Streifen á la “Death Proof”. So begnügt man sich also damit, bei den einzelnen Rennen sein bestes zu geben.
Tuning:
Hier ist beides möglich: Man kann “einfach nur so” losfahren und den Mechaniker machen lassen oder aber selber Hand anlegen. Es lässt sich fast alles einstellen: Abtrieb, Übersetzung, Stabilisatoren, Gummimischung, Reifenprofil, Bremskraft, Bodenfreiheit, Federung, Spur- und Radsturz. Weiterhin gibt es Fahrzeug-Upgrades wie beispielsweise: Motor-Tuning, Turbolader, Reifen, Bremssätze, Kupplungen, etc. Das ganze geht sogar soweit, dass man sich nach einer Test- oder Qualifyingfahrt die gesammelten Telemetrie-Daten anschauen kann. Um die auszuwerten muss man aber wirklich eingefleischter Rennsportfan sein.
Vielfalt:
Hier liegt ganz klar die größte Stärke von DTM3! Es ist vom Umfang her wirklich ein “Rundum-Sorglos” Paket. Viele Meisterschaften, viele Autos, viele Strecken, Tuning-Optionen. Super! Ein El Dorado für Rennsportfans.

Fazit:
DTM3 ist ein solides Rennspiel mit vielen Optionen, Autos und Strecken. Vielfältiger geht’s fast nicht mehr. Für mich persönlich hat es die Erwartungen dennoch nicht ganz erfüllt. Hauptkritikpunkt ist für mich die Grafik! Sie ist im Gegensatz zum super gelungenen Fahrgefühl leider nicht mehr zeitgemäß. Hier hätte man mehr draus machen können, wenn das bei der Portierung eines 3 Jahre alten Spiels überhaupt noch möglich ist. So reicht es insgesamt nur zu einer “3″. Nicht zuletzt in Ermangelung an Alternativen auf dem Mac (welche hinsichtlich der Features auch so umfangreich ausgestattet sind), wird der Rennsportfan vermutlich nicht an DTM3 vorbeikommen. Denn abgesehen von der mittelmäßigen Grafik hat das Spiel alles, was ein gutes Rennsportspiel ausmacht.
Mindestvoraussetzungen
- Prozessor: 1.8GHz
- RAM: 512MB
- Grafikkarte: 128MB
- Mac OS: 10.4.8
- Festplatte: 8.5GB
- Laufwerk: DVD
- Geräte: Maus
Empfohlene Systemkonfiguration
- Prozessor: 2.4GHz
- RAM: 1.5GB
- Grafikkarte: 256MB
- Mac OS: 10.5
- Festplatte: 8.5GB
- Laufwerk: DVD
- Geräte: Joypad
Nur für Intel-Prozessoren bestimmt.
GMA
Dieses Spiel unterstützt keine GMA Grafikkarten mit Shared RAM.
Preis:
- 40 EUR
http://www.application-systems.de/dtmracedriver3/
Markus Cremer



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Greetings
Markus