Test: Chris Hein Horns Vol. 3 und Vol. 4
in Software von Holger, 29. Dezember 2009 - Keine Kommentare »
Mit dem kurz hintereinander erschienenen dritten und vierten Volume ist Chris Hein’s Bläserensemble um zahlreiche Instrumente und Spielweisen reicher geworden. Die Serie “Chris Hein Horns” ist damit abgeschlossen, die Arbeit an virtuellen Blasinstrumenten insgesamt jedoch nicht (siehe “Ausblick” am Ende des Tests).
Während sich die Teile 1 und 2 der Library schwerpunktmäßig den Bariton-, Alt- und Tenor-Saxophonen, den Posaunen und Trompeten widmen (Vol. 1: Solo Instrumente, Vol. 2: Sections), folgen mit dem dritten Teil die im Klang mechanisch manipulierten, also mit den diversen gebräuchlichen Dämpfern ausgerüsteten Versionen: Mute-Trumpets (Harmon/Straight/Cup) und Mute-Trombones (Cup/Straight/Bucket) und im vierten Teil die Klarinetten, Flügelhörner, Tubas, Bass-, Kontrabass- und Sopran-Saxophone sowie als Exoten ein Alphorn und ein Cimbasso. Bei Letzterem handelt es sich um eine Bass-Posaune, die als Besonderheit mit Ventilen ausgestattet ist. Der Klang des Cimbassos liegt näher an der Posaune als an der Tuba.
Wie wir noch sehen werden, ist die Steuerung der Instrumente sehr ausgereift, bis ins Detail durchdacht und – ein wenig Mitdenken vorausgesetzt – sehr benutzerfreundlich, da individuell konfigurierbar. Die Steuerung erfolgt über Key-Switches, Hot Keys, Key-Legato und Controller. Auch ein sorgenfreies, realistisches Spiel ohne jegliche Auseinandersetzung mit der Architektur der virtuellen Bläser ist über globale Presets möglich.

2x Tuba, 1x Cimbasso
Bevor es losgeht sei auf den Abschnitt “Vergleichskandidaten” verwiesen, den Sie gegen Ende des Tests finden. Angesichts der vielen erhältlichen Bläser-Simulationen, lag eine kurze Gegenüberstellung der Mitbewerber nahe.
Installation
Die Bläser des dritten Teils beanspruchen 14,77 GB Festplattenspeicher, die des vierten Teils 12,53 GB. Beide werden auf 2 DVDs geliefert. Zugriff erhält man per NI Kontakt-Player 3.5 (enthalten) oder Kontakt 4. Damit können die Instrumente sowohl Standalone als auch unter allen von Kontakt unterstützten Hosts eingesetzt werden. Die Autorisierung verläuft unproblematisch über das NI Service-Center. Soweit noch nicht auf der DAW vorhanden, werden Service-Center und Kontakt-Player mit installiert. Im Ordner Documentation findet man neben dem Manual auch einige hilfreiche Tutorial Videos, allesamt in englischer Sprache.
