Neue MacBooks – Pro & Contra
in Apples mobile Computer by sven, 14. Oktober 2008 - 3 Comments »
Steve Jobs hat heute Abend die neuen MacBooks von Apple präsentiert. Wie bei fast jeder Keynote waren die Erwartungen, auch bei mir, relativ hoch. Sind sie erfüllt worden?
Die neuen MacBooks sehen wie folgt aus (weitere Infos auf www.apple.de):
MacBook für 1.199 Euro
13,3″ LED-LCD, 2GHz Core 2 Duo, 2GB DDR3 RAM, GeForce 9400M, 160GB HD, SuperDrive
MacBook für 1.499 Euro (!)
13,3″ LED-LCD, 2,4GHz Core 2 Duo, 2GB DDR3 RAM, GeForce 9400M, 250GB HD, SuperDrive, beleuchtete Tastatur
Beide Modelle sind inklusive neuem Glas-Trackpad, der gleichzeitig Maustaste ist, haben fünf Stunden Akkulaufzeit und optional die Möglichkeit, SSD-Speichermedien einzubauen. Darüber hinaus gibt es das “alte”, weiße MacBook für 949 Euro (statt 999 Euro) weiterhin zu erwerben.

Und was denke ich so kurz nach der Keynote:
Pro
Viele meiner Wünsche wurden berücksichtigt, Aluminium, Multitouch-Trackpad und eine akzeptable Akkuleistung. Und stylisch sieht das neue MacBook auf alle Fälle aus und macht schon auf den Bildern eine Menge her. Und Aluminium ist stabil…:-)
Contra
Was mich zurzeit am meisten stört ist der doch gestiegene (Einstiegs-)Preis von 999 auf 1.199 Euro. Dafür bekomme ich aber “nur” 160GB Speicherplatz, für die gewünschten 250GB ist ein weiteres Update notwendig, mal schauen wie teuer das werden würde (Update: kostet 90 Euro).
Einen großen Nachteil sehe ich zurzeit (ohne die Geräte live gesehen zu haben) in dem nur noch erhältlichen Glossy-Display. Ich stelle mir vor ich sitze auf der Terrasse und die Sonne scheint. Vielleicht sollte ich zum Testen mal meinen iMac mit Glossy auf die Terrasse tragen…:-(
Etwas nachdenklich stimmt mich Apples Politik, die alten MacBooks jetzt weiterhin im Programm zu haben und sie dann nur um 50 Euro (!!!) günstiger anzubieten. In meinen Augen ein Rabatt, der nicht wirklich dazu verleitet, die doch schon veralteten Geräte zu kaufen. Vielleicht doch, wenn man den Preisunterschied zu den neuen MacBooks sieht.
Und noch ein Wort zu Apples Verkaufspolitik: in meinen Augen haben sie es mit den neuen Modellen aufgrund der Preisstruktur versäumt, weitere Marktanteile zu gewinnen. Wer switcht schon von einem Windows-Rechner zu einem neuen Mac-System, wenn er dafür weit über 1.000 Euro investieren muss? Oder möchte Apple den Marktanteil nicht erhöhen, sondern den niedrigeren Marktanteil mit teureren Produkten ausgleichen? Ich glaube, hier ist eine große Chance vertan worden!

Noch ein Wort zu den weitern neuen Produkten wie MacBookPro oder den Displays: für mich als “Non-Pro-User” sind die Teile aufgrund des doch hohen Preises nicht wirklich interessant, zumal ich für das stationäre Arbeiten mit dem 24er schon bestens ausgerüstet bin.
Wie sieht es bei euch aus? Seid ihr zufrieden oder eher skeptisch? Zückt ihr eure Kreditkarte für eine Anschaffung? Welches MacBook wird es?

@ sven: glossy waren die MacBooks schon immer. Die Preissenkung des weißen Gerätes ist zudem verbunden mit dem Einsatz eines Superdrives (wurde auch mal Zeit und ist eigentlich selbstverständlich, doch es muß berücksichtigt werden.)
@ philipp: Du hast sicher “refurbished” gekauft, denn “ein paar hundert Euro mehr für das neue Gerät” stimmt ja nicht. Eine gute Wahl, habe ich mir auch überlegt. Auch Gravis und M&M Trading verkaufen alten MBP für ca. 1400.
Glossy habe ich auch an meinem iMac 24″ Early 2008 und ich bemerke es nicht. Den FireWire-Entfall kann ich (persönlich) verschmerzen, dafür habe ich ja den iMac. Gut, Target-Disk-Mode geht nun nicht mehr und wer weitere Peripherie hat, den kann ich gut verstehen.
Gestern war ich in den blauen und roten Märkten und habe mir diverse Notebooks angesehen, angehoben und umgedreht. Wer etwas Geschmack hat, sollte dies nicht nachmachen, es löst Brechreiz aus!
Ich ersetze nun mein iBook G4 12″ early 2004 (es wird für einen guten Preis an eine Freundin weitergereicht, die die Ruhe, Kühle, die Narrensicherheit von Mac OS X und die sehr lange Akkulaufzeit schätzt) durch ein MB 2.4 in der Standardkonfiguration (RAM und HDD kann ich bei Bedarf selbst wechseln, 90 Euro mehr für 320 statt 250 GB finde ich frech, kostet zB beim iMac nur 45). Eigentlich hätte auch das 2.0 gereicht, aber das beleuchtete Keyboard…;-)
Auch der mini Display-Port auf VGA-Adapter kommt mit, wenn auch 29 statt der üblichen 19 Euro dafür unverschämt sind.
Der Preis ist zwar happig, mein Vater rollte nur mit den Augen, da in den aktuellen blauen und roten Prospekten ordentliche Notebooks die Hälfte bis 2/3 kosten, aber AOC (./. 12%) und Back to School (ca. 75 Euro für einen iPod nano 16 GB) lindern den finanziellen Schmerz etwas.
Lieferung aber erst am 6. November.
fuer mein windows laptop habe ich for knapp 3 Jahren auch 1000 EUR bezahlt. Und nun gebe ich gerne 200 EUR mehr fuer ein vernuenftiges System aus. Apple war und ist auch heute nicht billig, das stimmt. Nur ist die Qualitaet sowohl hardware- als auch software seitig nicht zu verleugnen. Anders siehts beim Zubehoer aus, hier finde ich 50% Preissteigerung (wie beim Adapter) kaum gerechtfertigt.