MacBooks als mobiles Klassenzimmer
in Apples mobile Computer by sven, 22. Mai 2010 - 13 Comments »
Als ich vor fast einem Jahr den ersten Artikel zum Einsatz von iMacs in Schulen veröffentlicht habe, gingen die Diskussionen auf Apfelwahn in zwei völlig verschiedene Richtungen: nein, iMacs können in der Schule nicht sinnvoll genutzt werden und ja, iMacs gehören in die Schule! Einige Monate später nun haben wir an unserer Schule einen weiteren Mac-Raum einrichten können, nicht mit iMacs, sondern mit MacBooks als Mobile Classroom.
Die MacBooks sind seit kurzem einsetzbar und ermöglichen den mobilen Einsatz in einem neu dafür eingerichteten Klassenraum. Die Schüler haben die Möglichkeit, in dem Klassenraum “ohne Kabel” an Gruppentischen zu arbeiten und dabei sämtliche drahtlose Verbindungen zu nutzen. Der bis dato bestehende Engpass bei der möglichen Nutzung von Computern gehört so erstmal der Vergangenheit an.
Zurzeit fehlt an der Perfektion dieses Systems noch der eine oder andere kleinere Schritt, so wird nach erfolgten Elektroarbeiten auch die Vernetzung mit einem weiteren iMac als “Lehrerrechner” möglich sein, so dass die vollständige Einbindung mittels Remote Desktop möglich ist. Sinnvoll ist das deswegen, weil in dem Raum ein SMARTBoard installiert ist, welches die Möglichkeit bietet, die erstellten Inhalte sofort multimedial anzuzeigen bzw. per berührungsempfindlicher Oberfläche weiter zu bearbeiten.

Ein weiterer Punkt, der noch nicht geklärt ist: die Schüler nutzen in dem iMac-Raum ihre eigenen Serverkonten, d.h. sie melden sich vor der Nutzung mit ihren eigenen Benutzerdaten am Server an. Dies ist ohne Probleme möglich, da die Rechner per Ethernet miteinander verkabelt sind. Im Mobile Classroom besteht aber derzeit noch das Problem, dass die Rechner, wenn sie aus dem Ruhezustand erwachen, sich nicht per WLAN mit dem Server verbinden können, weil die WLAN-Verbindung vor der Anmeldung nicht besteht. Einzige Möglichkeit bisher: eine Anmeldung auf einem lokalen Konto, das automatische Herstellen der WLAN-Verbindung, Abmeldung vom lokalen Nutzer, Anmeldung mit den eigenen Daten am Server. Also nicht wirklich eine sinnvoll einsetzbare Geschichte. Sollte unter den (zahlreichen) Lesern hier jemand sein, der dieses Problem lösen kann wäre das fantastisch, die Kommentare stehen bereit!
Wenn die letzten Arbeiten im Mobile Classroom abgeschlossen sind gibt es einen ausführlichen Bericht über die “Anlage” und über das SMARTBoard hier auf Apfelwahn.

Irgendwie bin ich gerade ein bisschen neidisch darauf, dass meine Schulzeit schon so lange zurückliegt …
AH, Sven, das Problem hatten wir an unserer Schule auch. Wir sind allerdings eine Notebook-Klasse mit Windows, aber ich denke das Problem ist dasselbe.
Unser Netzwerkadministrator hat das einigermaßen gut hingekriegt, und zwar mit einer VPN-Verbindung. Ich weiß allerdings nicht genau, wie =(.
Soll ich ihn mal fragen?
@ Jörn: Also meine Noten leiden da nur darunter. Liegt aber wohl daran, dass der Unterricht bei mir nicht so gut an die Mac- und Notebook angepasst ist…
“Irgendwie bin ich gerade ein bisschen neidisch darauf, dass meine Schulzeit schon so lange zurückliegt …”
Ich durfte mich in der Schule immerhin schon am Macintosh II austoben
Bei uns gab’s nicht mal ‘nen Atari …
An meiner Schule gab es Schreibmaschinen.
Füller ! Geha oder Pelikan, das war die (Trend)Frage
Wir hatten so einen (vermutlich schweineteuren) Aufsatz für den Overhead-Projektor, der ein Rechnerbild an die Wand werfen konnte. Beamer für Arme. Selbst bei runtergelassenen Jalousien hat man kaum was erkannt
“Wir hatten so einen (vermutlich schweineteuren) Aufsatz für den Overhead-Projektor”
Seit auf Konferenzen vermehrt Demos mit iPhone und zugehörigen Apps gemacht werden, hab ich fast schon eine Renaissance des guten alten Visualizers.
Ich wollte die Dinger eigentlich sch on einmotten, aber seit einigen Monaten hab ich regelmäßig anfragen an solchen Teilen.
@Karl,
altmodisch Schreibmaschinen hatten wir auch! Ich hab darauf 10-Finger-Schreiben von 1977-1999 gelernt! Man ist das lange her!
Hi, Schreibmaschinen – ja das war was,zudem hatte ich in meiner Ausbildung (80/81) mit alten Fernmeldemaschinen zu tun , da musste man noch richtig reinhauen oder auch hacken – kein Vergleich zur heutigen butterweichen MacBook Tastatur
Ja die Kids haben es heute schon in vielerlei Hinsicht angenehmer , andererseits wird aber auch – so hab ich den Eindruck – viel mehr von ihnen verlangt , als zu “unserer ” Zeit . Der Leistungsdruck war zumindest bei mir nicht annähernd so hoch wie heute und es musste auch noch nicht jedes Kind aufs Gymnasium und auf die Uni um ne Chance auf einen halbwegs gut bezahlten Job zu haben !
@Maik
Wenn du das mal klären könntest mit der VPN-Geschichte wäre ich dir äußerst dankbar.
@alle
Gut, dass diese komischen 10-Finger-Maschinenkurse heute nicht mehr up-to-date sind, ich glaube, das würde ich mit meinen Fingern nicht hinbekommen. Da ziehe ich doch lieber das 3-4-Finger-System vor, mir riecht das von der Geschwindigkeit her dicke aus.
Gut Herr Professor Sven, werd ich machen!
Zumindest unter Windows geht das folgendermaßen:
Die Systemrichtlinie “Warten auf Netzwerk” aktivieren, sodass eine Netzwerkverbindung vor der Anmeldung hergestellt wird. Dann ein Computerzertifikat mittels Gruppenrichtlinie verteilen und damit am W-Lan anmelden (das Computerzertifikat für den Login ein ein WPA2-Enterprise W-Lan). Das funktioniert sofort nach dem aufwachen.