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Ein Hoch auf die Netbooks

in Hardware, Tellerrand von Thomas, 21. Mai 2010 - 3 Kommentare »

Ein Hoch auf die Netbooks

Auch wenn die Sache mit dem iPad ja einerseits schon verlockend war, so habe ich andererseits doch mehr oder weniger unbeirrt an der Netbook-Idee festgehalten, und einen zweiten Bestellversuch unternommen.Nun ist es da, mein Samsung NB30. Sind ja doch ganz schön klein, diese 10 Zoll… Aber irgendwie süss. Und alles hat seine Vor- und Nachteile. Klar ist ein MacBook Air oder ein iPad bildschirmtechnisch größer, ohne wirklich schlechter in eine Tasche zu passen. Aber dieses Format hat auch Vorteile, man kann es z.B. auch mal sehr platzsparend auf dem Frühstückstisch unterbringen, um nebenher “Zeitung zu lesen”.

DSC_0002.NEFDas Gerät an sich ist extra stabil gebaut und verträgt angeblich sogar etwas Spritzwasser. Der Deckel ist mit einer hübschen geriffelten Oberfläche versehen, und das Display ist em-aa-doppel-tee, nämlich matt! Der Akku hält mit voller Helligkeit und WLAN 4-5 Stunden (das sagt zumindest die “Vorschau”, wirklich ausprobiert habe ich es noch nicht), was ich ziemlich gut finde.

Das erste Einschalten war erstmal ziemlich nervig. Da installiert Windows erstmal die ganzen sinnlosen Samsung-Tools, das dauert an die 2 Stunden. Dann startet sich so eine komische Recovery-Software, die das System neustarten möchte, um es in zwei Partitionen aufzuteilen, eine fürs System, und eine fürs Backup. Sehr sinnvoll, alles auf einer Platte… Dieses Backup anzulegen hat dann eine weitere Stunde gedauert. Natürlich hätte ich das alles nicht gebraucht, weil ich ja sowieso mit Linux arbeiten möchte – aber ich musste es natürlich einmal durchlaufen lassen, um dann hier lästern zu können, ist doch klar…

Jetzt läuft also Linux drauf, genauer gesagt die Ubuntu Netbook Edition. Das ist ziemlich genial, weil es den beschränkten Bildschirmplatz recht gut ausnutzt. Es gibt kein Startmenü im herkömmlichen Sinn, sondern großformatige Schaltflächen auf dem Desktop. Praktisch alle Programme (abgesehen von solchen Dingen wie Messengern, Skype o.ä.) starten im Vollbild, die Taskleiste ist gleichzeitig auch die Titelleiste des Programms. Somit ist die Übersicht beim Multitasking gewährleistet und dennoch hat jedes Programm maximal viel Platz.

Technisch gesehen ist so eine Ubuntu-Installation ja kein Hexenwerk, Image auf einen USB-Stick spielen, booten, warten. Anschliessend funktioniert praktisch alles, inklusive Bluetooth und WLAN. Ein paar Feinheiten muss man dann aber doch noch anpassen. So sind z.B. die Fn-Tasten für die Bildschirmhelligkeit oder die Lautstärke zunächst ohne Funktion. Glücklicherweise gibt es bei Linux ja aber bei fast jedem Problem jemanden, der dies schon gelöst hat, so auch hier. Einfach die Paketquellen von Voria hinzufügen und die samsung-tools und samsung-backlight installieren, rebooten, läuft. Dann stört noch das altertümliche Touchpad. Auch hier gibt es nach kurzer Recherche Abhilfe. Mit ein paar automatisch bei jedem Start ausgeführten Befehlen (z.B. “synclient VertTwoFingerScroll=1″) bringt man diesem zumindest rudimentäres Multitouch bei.

Abschließend noch zu einem meiner Haupt-Einsatzgebiete, dem mobilen Fotobunker im Urlaub. Der Gedanke dass nach zwei Wochen Urlaub eine Speicherkarte verloren gehen / gelöscht werden oder sonstwie kaputt gehen könnte, bereitet mir Schweissausbrüche. Und natürlich möchte man die Bilder vielleicht auch unterwegs schon auf einem halbwegs sinnvollen Display anschauen. Da ich in RAW fotografiere, benötige ich natürlich auch auf dem Netbook eine Software, die das Format versteht. Da bietet sich zunächst das bereits installierte F-Spot an, welches aber spätestens dann an seine Grenzen stößt, wenn man für einen Apfelwahn-Artikel (dieser Artikel ist totally powered by Ubuntu-Netbook…) ein Bild in jpg konvertieren möchte. Deshalb benutze ich dafür nun Rawstudio, mit welchem man vor dem Export sogar noch einige Bearbeitungen vornehmen kann.

Bei alledem ist übrigens noch zu sagen, dass ich auch bei gleichzeitig geöffnetem Firefox, Mailprogramm, Skype, Empathy (Instant-Messaging), Liferea (Feed-Reader), Dropbox, Rawstudio, Bildbetrachter noch nie an eine spürbare Hardware-Grenze (1GB RAM!) gestoßen bin – beeindruckend in der heutigen Zeit.

Das Gerät macht also Spass und ist zu empfehlen – mit Linux! Und wenn ich jetzt gleich wieder ans MacBook wechsle, werde ich mich fragen, wie man bloß sooo große Zwischenräume zwischen den Tasten einbauen kann…

Ein Geschenk? Oder ein Zeichen? …was tun?

in Hardware, Tellerrand von Thomas, 4. Mai 2010 - 10 Kommentare »

Soeben habe ich ein Samsung R780 Notebook geschenkt bekommen. Ihr wisst schon, es gibt da noch diese Überbleibsel der PC-Ära, die manche Firmen noch immer verkaufen, mit lächerlicher Gewinnmarge. Jetzt, wo Macs bereits out sind, weil niemand mehr braucht als ein iPad, was sind da PCs? Dinosaurier? Beim R780 handelt es sich um ein besonders gelungenes Exemplar dieser Gattung. Die “spezielle Gehäusearchitektur für überzeugende Stabilität und Langlebigkeit” fühlt sich einfach nur billig, wacklig und ziemlich biegsam an. Der 17″-Trümmer ist immerhin nicht unglaublich schwer, aber doppelt so dick wie ein MacBook und gefühlt ein Ziegelstein, wozu die dunkelrote Deckelfarbe ihr übriges tut. Um den Deckel aufzuklappen, muss man das Gehäuse ganz fest halten, sonst klappt es einfach nicht auseinander. Dennoch wackelt das Display – einmal aufgeklappt – bei den kleinsten Erschütterungen ganz bedenklich. Weiterlesen →

MacBook Pro zu verkaufen!

in Apples mobile Computer, Hardware von Thomas, 25. Oktober 2009 - 2 Kommentare »

Wer meinen SSD-Artikel aufmerksam gelesen hat, dem wird es nicht entgangen sein, in den XBench-Benchmarks stand folgendes Systemkürzel drin:

Model        MacBookPro5,3

Yes, ich habe es getan. Das ist in der Tat das neue MacBook Pro 15″ Unibody. Als his steveness uns das geliebte Gerät auch wieder in matt gab, war die Kaufentscheidung schon deutlich näher gerückt. Als die Schweizer Unis dann noch via Neptun-Edu-Store 18% Rabatt gaben, und zudem Snow Leopard gleich inklusive war, war es endgültig um mich geschehen. Auch wenn das alte MBP all meine Anforderungen *eigentlich* noch erfüllt hätte – günstiger würde ich so schnell ein solches Update nicht kriegen können. Und das Unibody-Design erschien mir seit seinem Erscheinen nach anfänglichem Schönreden des Powerbook-Designs doch auch immer attraktiver. Sogar mit der neuen Tastatur habe ich mich jetzt angefreundet und weine der alten keine Träne mehr nach. Einzig stört mich, dass je nach Lichteinfall auf den schwarzen Tasten doch eher mal Fingerabdrücke zu sehen sind…

Tja, und jetzt steht hier noch ein MacBook Pro, gekauft im April 2008. Das 2.4 GHz Gerät mit 4 GB RAM und 200GB Festplatte. Ein perfektes Arbeitstier, bestens gepflegt und erhalten, mit Restgarantie von Mactrade.de bis April 2011! Bevor ich es bei ebay an irgendeinen Spinner verramsche, möchte ich es hiermit hier anbieten. Ich denke es könnte gerade auch für Mac-Einsteiger interessant sein. Für (VHB) 1000,- € könnte man zum Preis eines aktuellen MacBooks 13″ (die “Spielzeugklasse”…) gleich ins Luxussegment einsteigen. Dank Restgarantie auch nicht mit irgendwelchen Risiken verbunden. Interessenten bitte per Kommentar oder bei thomas(dot)sturm(at)mymail(dot)ch melden!

Leute, kauft euch ne SSD!!!

in Hardware, Testberichte, Zubehör von Thomas, 1. Oktober 2009 - 18 Kommentare »

Es ist wirklich unglaublich. Gerade habe ich einen Versuch mit einer Kingston SSDnow 64GB hinter mir. Wohlgemerkt, das ist die billigste von Kingston, auch keine umgelabelte Intel, wie die anderen Serien. Und dennoch haut es einem förmlich vom Hocker. Ich wusste ja, wie gigantisch es sein muss, ich hatte schon genug Youtube-Videos von rasenden Bootvorgängen und ähnlichem gesehen. Aber es selbst zu erleben ist nochmal etwas völlig anderes.

Eigentlich sollte ich ja eine aus der Performance-Serie zum Test bekommen, das hat nun leider offenbar nicht geklappt, wie auch noch anderes, weshalb dies nun eher ein “informeller Kurztest” wird und kein offizieller Apfelwahn-Test. Aber es ist so beeindruckend, dass ich hier nun ohne weitere Umschweife mal zu ein paar Benchmarks komme.

Hier die Kingston SSDnow:

Results    215.05
System Info
Xbench Version        1.3
System Version        10.6.1 (10B504)
Physical RAM        4096 MB
Model        MacBookPro5,3
Drive Type        Kingston SSDNow 64GB
Disk Test    215.05
Sequential    174.58
Uncached Write    200.96    123.38 MB/sec [4K blocks]
Uncached Write    219.35    124.11 MB/sec [256K blocks]
Uncached Read    94.37    27.62 MB/sec [4K blocks]
Uncached Read    359.68    180.77 MB/sec [256K blocks]
Random    279.94
Uncached Write    123.70    13.10 MB/sec [4K blocks]
Uncached Write    266.12    85.19 MB/sec [256K blocks]
Uncached Read    1569.62    11.12 MB/sec [4K blocks]
Uncached Read    552.58    102.54 MB/sec [256K blocks]

Und zum Vergleich hier die Toshiba-Platte die Apple verbaut:

Results     41.94
System Info
Xbench Version          1.3
System Version          10.6.1 (10B504)
Physical RAM          4096 MB
Model          MacBookPro5,3
Drive Type          TOSHIBA MK3255GSXF
Disk Test     41.94
Sequential     80.23
Uncached Write     85.02     52.20 MB/sec [4K blocks]
Uncached Write     76.31     43.18 MB/sec [256K blocks]
Uncached Read     68.80     20.13 MB/sec [4K blocks]
Uncached Read     95.63     48.06 MB/sec [256K blocks]
Random     28.39
Uncached Write     10.17     1.08 MB/sec [4K blocks]
Uncached Write     62.67     20.06 MB/sec [256K blocks]
Uncached Read     60.41     0.43 MB/sec [4K blocks]
Uncached Read     99.88     18.53 MB/sec [256K blocks]

Wie man sieht schwanken die Ergebnisse zwischen doppelter Geschwindigkeit und 26-facher Geschwindigkeit. In diesem Bereich bewegt sich tatsächlich auch der gefühlte Geschwindigkeitszuwachs. Alles ist einfach mehr oder weniger sofort da. Und wenn ich sofort sage, meine ich nicht Klick…….okee….ah, da ist es. Sondern Klick-da! Fantastisch. Vergesst einfach Prozessoren. Vergesst (zumindest im Zeitalter von Standard-4GB) auch das RAM. Es sind die Festplatten, die die (gefühlte) Geschwindigkeit machen. Und für manchen mag es pervers klingen, für vergleichsweise wenige Gigabytes ohne mit der Wimper zu zucken mehrere Hundert Euro hinzulegen. Aber das ist es nicht. Die allermeisten von uns werden für wesentlich weniger Performancezuwachs schon wesentlich mehr ausgegeben haben. Aber das ist ja in Ordnung, man hat dann ja eine Hammer-Gigahertz-Zahl da stehen. Vergesst Prozessoren, nochmal. Kauft euch ne SSD!

Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, ob ich meinen ursprünglichen Plan verfolgen soll, eine kleine SSD mit einer grossen Festplatte anstelle des Superdrives zu kombinieren, oder ob ich gleich aufs Ganze gehen soll (nach dem nächsten grösseren Preisrutsch, z.B. Anfang 2010)…

Wake on W(!)LAN mit Snow Leo und aktuellen Macs!

in Apples Desktop-Computer, Apples mobile Computer, Hardware, Mac OS X von Thomas, 28. August 2009 - 2 Kommentare »

Hammer! Dieses Feature – so es denn funktioniert – ist der Traum schlechthin. MacBook schlafen legen, weggehen und von unterwegs trotzdem drauf zugreifen. Mini schlafen legen und per iPhone-Remote die Musik laufen lassen…. Hach, was das alles ermöglicht…. Können das eigentlich aktuelle PCs auch schon, also hat das mittlerweile den Weg in “Standard”-Draft-n-WLAN gefunden, oder ist das Apple-spezial? Naja, letztlich auch egal, hauptsache es funktioniert und ICH WILL es haben. Ohje…ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem neuen MacBook….

Via Leo vom fscklog.

Time Capsule Probleme

in Hardware, Zubehör von Thomas, 22. Dezember 2008 - 7 Kommentare »

Time Capsule Probleme

So langsam ist es doch mal an der Zeit, hierüber einen Artikel zu verfassen. Bis vor ein paar Wochen trat das Problem hin und wieder mal auf, nicht oft genug dass es wirklich gestört hätte. Doch jetzt habe ich quasi zu jeder Stunde das Vergnügen beim Durchlauf von Time Machine. Die Rede ist hiervon:

Der springende Punkt ist das Menüleisten-Icon ganz rechts, die Airport-Anzeige. Ja, sieht ziemlich dezimiert aus, und so fühlt es sich auch an. Die meiste Zeit geht netzwerktechnisch nämlich rein gar nichts mehr, wenn es so aussieht. Und das ist immer und ausschließlich genau dann der Fall, wenn Time Machine ein Backup durchführt. Nein, ich habe keinen Nachbar, der auf demselben Kanal funkt. Und ich laufe auch nicht immer aus dem Zimmer, wenn Time Machine anläuft. Die Time Capsule steht 4-5 Meter entfernt in einem Ikea-Schrank. Was soll das? Ist das Teil etwa so schwach auf der Brust, dass während meinen Backups nicht mehr genug Power für das Airport-Signal übrig bleibt? Immerhin sind da jetzt mittlerweile 400 GB darauf gesichert, eine History seit Anfang August. Und das Konsolidieren der alten Backups ist sicherlich aufwändiger als zu Beginn. Aber dafür wurde das Teil ja schließlich auch gemacht. Es nervt einfach nur noch. Hat irgendjemand einen Tipp für mich….??

“Auspack”zeremonie

in Apples mobile Computer, Hardware von Thomas, 20. November 2008 - 4 Kommentare »

Eine Auspackzeremonie der etwas anderen Art gibt es auf theaftermac zu bestaunen. Eine Röntgenaufnahme des aktuellen MacBooks! Sieht wirklich verdammt cool aus, und dank der nun auch verfügbaren hochaufgelösten Version (Passwort “theaftermac”) macht sich das auch echt gut als Desktop-Hintergrund, finde ich.

Angefasst: Neue MacBooks

in Apples mobile Computer, Hardware von Thomas, 28. Oktober 2008 - 8 Kommentare »

Vergangenen Samstag war ich in der Stadt unterwegs und habe die Gelegenheit ergriffen und habe kurz bei DataQuest am Hauptbahnhof vorbeigeschaut, um the brick, Verzeihung, Unibody einmal anfassen zu können. Das Gedränge war ziemlich groß, aber irgendwann hatte ich mich vorgekämpft.

Das Gehäuse – absolut beeindruckend. Das sieht schon sehr, sehr edel aus. Es fühlt sich wirklich an, als wäre es ein massiver Alu-Block, da knarzt nichts, da lässt sich kein Blech eindrücken, nirgends sind irgendwelche Spalten. Sehr schön!

Ein paar Tastenanschläge – grauenhaft. Es scheint, als wäre der Hub der Tasten im Vergleich zum alten MacBook noch einmal wesentlich verkleinert worden. Ein klarer Druckpunkt ist auch nicht vorhanden. Als 10-Finger-Schreiber brauche ich schon ein bisschen mehr Rückmeldung über das was ich da tue. Für mich absolut unbrauchbar und ich glaube auch nicht, dass ich mich daran gewöhnen könnte.

Das Display – ebenfalls unbrauchbar. Der Raum war nicht extrem hell erleuchtet und es fiel auch kein direktes Licht auf das Display. Dennoch waren eine Menge Spiegelungen erkennbar, auch meinen eigenen Schatten empfand ich trotz dunkler Jacke als störend. Klar habe ich jetzt extra darauf geachtet. Aber ich habe auch schonmal ein MacBook gekauft, und damit meine “Glossophobie” überwunden, weil ich der Überzeugung war, dass Apple das beim MacBook wesentlich besser hinbekommen hat, als andere Hersteller. Diese neuen Displays stehen jedoch jedem billigen Toshiba oder Acer in Sachen Spiegelung in nichts nach. Klar, es ist schon schön hell. Aber die Spiegelungen waren auch bei maximaler Helligkeit noch vorhanden. Und Apples Hinweis, man möge doch die Helligkeit einfach erhöhen, ist ja sowieso ein Witz wenn man bedenkt, dass Apple die Batteriezeit bei 50% Helligkeit ermittelt…

Das Trackpad – eine Offenbarung. Und wieder ein Teil, welches im alten MacBook Pro eigentlich schon perfekt war, was jetzt noch weiter verbessert wurde. Es ist riesig, was schonmal toll ist. Und der neue Klickmechanismus war für mich ohne überhaupt nachzudenken sofort adaptiert. Ich bin ein Mit-dem-rechten-Daumen-Klicker und ein Mit-zwei-Fingern-Rechtsklicker. Somit habe ich keinerlei Probleme, da das Trackpad sich ja im unteren Bereich am leichtesten drücken lässt. Die Finger gleiten auch wunderbar leicht über die Glasoberfläche, beim alten MacBook, bzw. bei allen Trackpads die ich je kannte, hat mich immer gestört, dass die Finger leicht kleben bleiben, was auf Dauer anstrengend ist. Erst beim MacBook Pro ist das bisher nicht mehr der Fall gewesen und erst jetzt verzichte ich die meiste Zeit sogar auf eine Maus! Sehr gut, dass das jetzt bei allen Geräten so ist.

Fazit – als ich mich dann abwandte und vom Ausstellungstisch wegging, fiel mein Blick zwischen ein paar Köpfen und Schultern hindurch auf den gerade sichtbaren Ausschnitt eines anderen Geräts. Ganz in silber, auch die Tastatur; es sah irgendwie viel erwachsener und eleganter aus. Und für den Bruchteil einer Sekunde – da ich gerade nur das neue Design im Kopf hatte – hatte ich tatsächlich so einen Gedanken “wow, was ist das denn tolles, das muss ich auch noch anschauen…”. Naja, ich konnte dann noch einen genaueren Blick erhaschen. Und das Gerät brauchte natürlich nicht anschauen, weil ich es bestens kenne. Es war ein 17″ MacBook Pro.

Ich möchte mich nun – auch im Namen meines Geldbeutels – ganz herzlich bei Steve bedanken. Er hat es geschafft, wirklich tolle neue Geräte anzubieten, die aber dennoch für mich nur einen extrem niedrigen Habenwill-Faktor haben. Das ist echt bemerkenswert.

Lebt der Mini weiter?

in Apples Desktop-Computer, Gerüchte, Hardware von Thomas, 25. Oktober 2008 - 5 Kommentare »

Nachdem kurz nach dem Notebook-Event der Mini von allen Seiten für tot erklärt wurde, lebt jetzt die Hoffnung wieder auf: fscklog und apfeltalk berichten von offenbar sehr heissen Gerüchten um eine neue Generation des kleinen Kraftpakets. Dass sich diese als wahr erweisen, wäre von meiner Seite wirklich wünschenswert. Es gibt einfach kein perfekteres MediaCenter/HomeServer/YouNameIt als dieses schnuckelige Gerät. Klein und leistungsstark, Oma-taugliche Bedienung mit FrontRow und EyeTV, sowie extrem hoher WAF.

Auch als Einstiegs-Mac ist er sehr beliebt. Wer nicht mobil sein muss und keine Video- oder umfangreiche Bildbearbeitung macht, der ist mit dem Mini bestens bedient. Mittlerweile ist er natürlich für die gebotene Hardware hoffnungslos überteuert, aber das Konzept an sich ist genial. Und er hat heutzutage den Vorteil, dass man ihn mit dem Display seiner Wahl kombinieren kann, und nicht gezwungen ist einen Schminkspiegel der aktuellen Gerätegenerationen benutzen zu müssen.

Apple würde meiner Ansicht nach einen großen Fehler machen, würden sie nicht bald einen Nachfolger mit aktueller Hardware für unter 700 Euro anbieten. Der Preis der aktuellen MacBooks könnte doch so manchen vom Wechsel zum Mac abschrecken…

“The brick” heisst jetzt “Unibody”

in Apples mobile Computer, Hardware von Thomas, 14. Oktober 2008 - 4 Kommentare »

Wenig überraschend entspricht das, was Apple uns nun präsentiert hat, ziemlich exakt den zuletzt zusammengetragenen Gerüchten. Irgendwie fände ich es ja schöner, wenn man mal wieder so richtig überrascht werden würde. Aber vielleicht sind die Apple-Produkte mittlerweile doch zu sehr Mainstream geworden, als dass sich das noch bewerkstelligen ließe.

Vom “brick”, war nun nicht mehr die Rede, allerdings hat sich bestätigt, dass damit der neue Fertigungsprozess gemeint war, und eben kein neues Produkt. Und dieser ist irgendwie schon faszinierend, wie dieses Video zeigt. Ich kann mir nicht helfen, aber seit ich das Video angesehen habe, muss ich ständig auf diese schmale Kunststoffleiste schauen, die sich rings um die Ränder meines MacBook Pros zieht. Alles – im wahrsten Sinne des Wortes – aus einem Guss ist natürlich schon edel! Und endlich hat auch das MacBook Pro einen Magnet-Verschluss und nicht mehr diese fummelige, schmale Taste.

Davon abgesehen bin ich aber, wie bereits befürchtet eher enttäuscht. Zunächst fand ich das Design nicht sehr gelungen, ich fand, das schwarze Display passt zu einem iMac und zu einem iPhone, aber nicht zu einem Notebook. Gut, daran mag man sich gewöhnen, bzw. der Gewöhnungsprozess hat glaube ich bereits eingesetzt ;-) Nicht gewöhnen kann ich mich allerdings an die Tastatur, die alte Pro-Tastatur sah so edel aus, und tippt sich auch so (sorry Jörn…), die hat mich schon zu PowerBook-Zeiten fasziniert (obwohl ich dort noch weit weg von einem Mac war…). Und jetzt dieses Schwarz. Naja, zum MacBook Air passt es ja trotzdem nicht völlig, denn das hat ja wiederum nicht den schwarzen Bildschirmrand. Also irgendwie Stückwerk. Vor allem auch, dass es nach wie vor das alte MacBook und das alte 17″ Pro gibt. Wir haben jetzt also 4 verschiedene Designs (mit dem MacBook Air eigentlich sogar 5!) parallel. Entspricht das Apples Anspruch eines einheitlichen und einfachen Designs?

Am schlimmsten finde ich allerdings die glossy Displays. Selbst das neue (eigentlich tolle) Cinema Display gibt es nur in glossy. Das geht einfach gar nicht! Ich weiss zwar dass Apples glossy Displays immer noch um Längen besser sind, als alles was es im Dosen-Lager gibt. Aber das aktuelle alte MacBook Pro Display mit LED-Backlight war einfach eine derartige Offenbarung, was hätte es da noch zu verbessern gegeben? Es ist jedes Mal ein toller Moment, wenn ich mit müden Augen von einem Arbeitstag am funzligen Thinkpad heimkomme, und dann dieses kraftvolle, strahlende Leuchten (in matt!) erlebe.

Und dann die Preise. Das einzige Gerücht was sich als falsch herausgestellt hat, war das mit dem 800-Dollar-MacBook. Nun, der Schuss ging wohl kräftig nach hinten los. Die MacBooks sind erheblich teurer geworden. Und das Einsteigermodell beizubehalten, aber lediglich 50 Euro billiger zu machen, ist eigentlich fast schon eine Frechheit. Die Einkaufspreise für die benötigten Komponenten sind im letzten halben Jahr mit Sicherheit um ein Vielfaches dieses Betrags gefallen.

Abschließend bleiben also durchaus schöne Geräte, für die, die gerade vor haben sich eines zu kaufen. Ich würde es wahrscheinlich auch tun, wäre ich in der Situation. So aber schaue ich mir nochmal kurz den Kunststoffrand meines MacBook Pro an, und denke, dass ich eigentlich noch immer das schönste Notebook der Welt besitze. Das neue Trackpad und das neue Gehäuse wären zwar toll, aber ich möchte mir diese niemals mit der neuen Tastatur und dem neuen Display erkaufen müssen. Danke Apple, dass ich somit jetzt beruhigt schlafen kann.