Hallo,
mein Name ist Thomas Sturm, ich bin im November 1980 geboren und meine Wahlheimat ist Zürich-Affoltern, ein kleines großes Dorf mit Kühen und Schafen, mitten in der Weltstadt Zürich. Beruflich bin ich in der Computerwelt unterwegs und kümmere mich um die Systeme unserer Kunden. Nein, ich bin kein Administrator, ich bin root! Und mit dem Unix- und Linux-Background, ist es natürlich klar, dass man privat nicht mit Windows arbeiten kann. Dennoch habe ich das sogar relativ lange getan, mein Umstieg auf den Mac ist noch keine zwei Jahre her.
Allerdings hatte ich davor ungefähr x Anläufe mit Linux genommen – es aber nie geschafft, mein digitales Leben wirklich restlos damit abzuwickeln. Irgendwann kam dann doch wieder der Punkt, wo ich eine Software gebraucht hätte, für die es keine Alternative gab, oder viel banaler – auf einmal waren alle Umlaute in Dateinamen verschwunden, und ich hatte keine Lust mehr, erneut nach irgend einer Einstellung zu suchen, die das wieder gerade biegt. Es war einfach frustierend. Auch wenn ich ja, schon von Berufs wegen, diesbezüglich ein Bastler bin, irgendwann will man auch einfach nur mal die Bilder von der Kamera kopieren, oder einfach mal nur eine Datei per Bluetooth aufs Handy kopieren….was ich da an Stunden zugebracht habe, um große und kleinste Probleme zu lösen.
Für Serveraufgaben hat mir Linux aber immer hervorragende Dienste geleistet. Mein erster Access Point, inklusive DSL-Router und Webserver via DynDNS war ein alter Linux-Rechner. Später kam dann das Media Center um Musik und Filme abzuspielen. Leider litt das unter dem relativ geringen WAF, und auch mir war die Bedienung irgendwie immer zu holprig. (Kurzer Zeitsprung: Wie unglaublich durchdacht, einfach und funktional ist da heute mein Mac mini mit Front Row – und dazu das iPhone mit “Remote”…) Soviel zum Thema Linux.
Also blieb ich doch immer wieder bei Windows hängen. Natürlich nervte dieses gewaltig. Mit Viren oder ähnlichem hatte ich noch nichtmal Probleme, da ich ja nicht auf jeden Link klicke, den man so bekommt. Aber alle halbe Jahre war eine Neuinstallation angesagt, zumal man ja öfters mal Programme zum Ausprobieren installiert und wieder deinstalliert hat. Dafür ist ein Rechner ja schließlich auch da. Aber die Registry halt wohl nicht. Und was vor allem nervte, sind diese ganzen Kleinigkeiten. Warum müssen nacheinander fünf Sprechblasen aus der Taskleiste aufsteigen, wenn ich einen USB-Stick anstecke? Es interessiert mich einen feuchten Dreck, ob mein Betriebssystem gerade nach Treibern sucht. Ich will einfach nur mit meinem Stick arbeiten. Das ist wie diese Leute, die ständig kommentieren müssen, was sie gerade machen – “ach, jetzt muss ich ja noch hier das und dann…” – fürchterlich! Vor allem will ich nicht, dass dann noch ein übermotiviertes Fenster aufspringt, was mir gleich anbietet, was man mit den Inhalten meines Sticks alles tolles anstellen könnte. Danke, ich weiss was da drauf ist, aber ich wollte jetzt eigentlich erst noch kurz was im Web nachschauen, bevor ich damit weitermache. Der Mac ist da einfach wunderbar. Denn er tut genau eines: Nichts! Warum sollte er auch. Wenn ich einen Stick anstecke, dann weiss ich ja dass er dann verfügbar ist. Sonst hätte ich ihn ja nicht angesteckt. Da braucht mich nichts und niemand darüber zu informieren. Und wenn ich ihn dann aktiv brauche, dann ist er einfach da. Im Finder. Ich glaube das war für mich eine der beeindruckendsten Mac-Erfahrungen.
Die Liste dieser Erfahrungen ließe sich beliebig fortsetzen, was ich jetzt an dieser Stelle aus Platz- und auch aus dramaturgischen Gründen unterlasse. Aus dramaturgischen deshalb, weil das eine oder andere im Laufe der Zeit ja auch in die Blog-Artikel einfließen soll. Über meinen Beginn mit dem Mac kann ich noch sagen, dass der ein voller Erfolg war. Natürlich hatte ich mich schon vorab in Sachen Software informiert und wusste, was ich in etwa benötigen würde. Die Installation war Mac-like sehr schnell erledigt (einfach Ordner rüberziehen, auch eine sehr beeindruckende Erfahrung), ein bisschen ausprobieren, und schließlich die “produktiven” Daten von der Windows-Büchse rüberziehen. iTunes und iPhoto waren schnell verstanden und ich habe ihnen einfach meinen Datenbestand anvertraut. Endlich musste man sich keine Gedanken mehr machen, wie man jetzt die Ordnerstruktur am besten abbildet, um sich noch zurecht zu finden. Einfach den Mac für einen machen lassen, dafür ist er ja da. Auch die Ordnerstruktur im Home-Ordner empfand ich nie als störend, sondern einfach nur als logisch. Ganz im Gegensatz zu Windows (und übrigens auch den Linuxen, die das irgendwann anfingen), wo ich mit den “Eigenen Dateien” nie wirklich warm wurde, vor allem nicht wenn sie unter gewissen Umständen dann auf einmal wieder zu den “Dateien von thomas” wurden. Das soll einer verstehen…
Der Mac hat also praktisch von seinem ersten Tag an den Windows-PC komplett ersetzt. Was ich bei Linux nie geschafft habe – einfach alle Daten umziehen, und damit gezwungen sein, damit zu arbeiten – darüber habe ich hier nicht einmal nachgedacht. Es war einfach logisch, weil problemlos. Und jetzt sehe ich mich soweit als Mac-Profi dass ich sogar darüber blogge. Und ich erfreue mich einfach an diesem schönen Gerät, welches nicht mit Aufklebern von Intel und NVidia zugekleistert ist, und welches mir gerade automatisch die Tastaturbeleuchtung eingeschaltet hat, weil es draußen dämmert. Freude.

Neueste Kommentare